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Udo Wachtveitl Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec mit das Streichquintett Sagas.Ensemble Miroslav Nemec
EVENTRÜCKBLICK: EINE WEIHNACHTSGESCHICHTE – märchenhaftes Theater gegen den Weihnachtsstress!
Text: Andrea Beckert, Fotos: Andre Albrecht

Am 8. Dezember gastierten Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl gemeinsam mit einem Streicherensembles in die Wiener Stadthalle. Auf der Bühne der Halle F rezitierten und interpretierten sie Charles Dickens weltberühmtes Werk „Eine Weihnachtsgeschichte“. Rechtzeitig vor Beginn der oft viel zu hektischen Weihnachtszeit stimmte das gut zweistündige Bühnenmärchen mit Musik die Zuschauer auf das nahende Weihnachtsfest perfekt ein.
Die 1843 erstmals veröffentlichte Geschichte gehört – neben der Geschichte von Jesu Geburt – zu den bekanntesten Weihnachtsklassikern und hat nichts an sozialkritischer Aktualität eingebüßt: Charles Dickens' „Weihnachtsgeschichte“.

Handlung:
Es ist der Heilige Abend und die Menschen sind in festlicher Stimmung. Nur Ebenezer Scrooge, ein alter Geizhals, lässt sich von der Stimmung nicht ansteck-
en. Für Ebenezer Scrooge ist Weihnachten schlicht „Humbug“. Der hartherzige Scrooge beschimpft seinen treuen Mitarbeiter Bob Cratchit, faul zu sein, und weigert sich, den Armen an den Feiertagen Geld zu spenden. Und wie jedes Jahr schlägt Scrooge die Einladung seines Neffen zum Weihnachtsessen aus.
Als Scrooge zu Hause eintrifft, erscheint wie aus dem Nichts der Geist seines vor Jahren verstorbenen Geschäftspartners Jakob Marley. Der Zutritt ins Paradies ist Marley solange verwehrt, bis er seine Missetaten gesühnt hat – und dafür, so lautet sein himmlischer Auftrag, soll er seinen Freund Scrooge auf den Pfad der Tugend führen und einen besseren Menschen aus ihm machen.

Unterstützung erfährt Marleys dabei durch drei Geister, die Scrooge in der Nacht vor Weihnachten auf eine Reise durch Raum und Zeit mitnehmen.
Der erste Geist führt Scrooge in die Vergangenheit, in eine triste Kindheit, aber auch in glücklichen Lehr-
jahre. Dort muss Scrooge noch einmal miterleben, wie er seine große Liebe wegen seiner Gier verlor.
Nach einer kurzen Rast führt ihn der zweite Geist in
   die Gegenwart: Unsichtbar besucht er die Familie seines Angestellten Cratchits, dessen von Krankheit und Unterernährung gezeichneter Sohn Tim einer düsteren Zukunft entgegensieht. Scrooge beginnt zum ersten Mal Mitleid zu fühlen.
Ein dritter Geist, der der zukünftigen Weihnacht, ist jedoch nötig, um Scrooge zur Umkehr zu bewegen. Er zeigt Scrooge die Geschehnisse nach dem Tod eines geizigen Mannes, in dem sich Scrooge selbst erkennt. Voller Abscheu muss er miterleben, wie über ihn völlig emotionslos gesprochen wird und seine Habseligkeiten ohne Rücksicht auf den Toten verschachert werden. Als ihn der Geist zum eigenen Grab führt, bricht Scrooge zusammen.
Die Turmuhr schlägt Mitternacht. Wie neugeboren und aus einem Traum erwacht, wandelt sich Scrooge plötzlich vom Geizhals zur Person mit Mitgefühl und Herz. Zum ersten Mal kümmert er sich um seine Mitmenschen, macht ihnen Geschenke, und feiert Weihnachten – zusammen mit all den Menschen, die er früher verachtet hat.

Fazit:
Regisseur und Produzent Martin Mühleis hat gemein-
sam mit dem Komponisten Libor Síma ein Bühnen-
märchen mit Musik geschaffen, welches aus dem Dickens-Klassiker ein spannendes, unterhaltsames und nachdenklich stimmendes Theaterstück macht. Leidenschaft, feiner britischer Humor und wenige dafür besonders wirkungsvolle Effekte verliehen der Inszenierung eine besonders intensive Intensität. So kamen Text und die schauspielerische Qualität besonders gut zur Geltung.
  Die kongenialen Schauspieler Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl zogen als Geizhals und Geist alle Register ihrer Schauspielkunst. Mit Bühnenpräsenz, Mimik, Gestik und Stimme begeisterten die einge-
spielten Kompagnons das Wiener Publikum. Miroslav Nemec durchlief in seiner Bühnenrolle eine große Verwandlung – vom geizigen, furchteinflößenden und verbitterten Geschäftsmann Ebenezer Scrooge zur großzügigen Person mit Einsicht, Mitgefühl und Herzlichkeit. Der mannigfaltige Udo Wachtveitl spielte mal mit brummender mal mit heller Stimme aber immer mit fesselndem Blick viele verschiedene Figuren – zum Beispiel Scrooges‘ Neffe, den treuen Mitarbeiter Bob Cratchit, vier Geister, den Börsen-
makler, ein kleines Mädchen und den von Krank-
heit und Unterernährung gezeichneten Sohn Timi.

Musikalische Untermalung kam vom virtuos spielen-
dem Streichquintett Sagas.Ensemble, bestehend aus drei Geigerinnen, einer Cellistin und einem Kontra-
bassisten mit großen Engelsflügeln. Die von Libor Sima eigens für dieses Stück komponierte Musik verstärkte nicht nur den schauspielerischen Einsatz von Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl, sondern sorgte auch für bedrohliche bis fröhliche Stimmung. Die Bühnenversion wurde durch ein wirkungsvolles Lichtkonzept von Birte Horst vollendet.
Nach dem Schlusssatz „Fröhliche Weihnachten - uns allen!“ wurde vom Publikum, welches in vorweih-
nachtlicher Stimmung war, begeistert applaudiert.

In diesem Sinne wünschen wir schon jetzt:
Frohe Weihnachten!
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