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RÜCKBLICK & TIPPS: VIENNA DESIGN WEEK – vielfältige Formensprache
Text: Andrea Beckert, Fotos: Katharina Gossow (1), David Payr (1), Kollektiv Fischka (18)
Design ist immer allgegenwärtig. Damit Designer und ihre Arbeiten auch gebührend wahrgenommen werden gibt es die VIENNA DESIGN WEEK bereits seit fünf Jahren. Unser kleiner Rückblick auf diesjährige Schwerpunkte, Projekte und Höhepunkte soll die Vielseitigkeit des Festivals einmal mehr veranschaulichen. Von der ideenreichen Zusammenarbeit zwischen Designern und österreichischen Traditionsunternehmen profitier-
ten beide Seiten und Designinteressierte konnten sich bei den vielen in der Stadt verteilten Stationen selbst überzeugen. Während der zehn-
tägigen Festivalwoche präsentierten nationale- sowie internationale Nachwuchs- und Star-Designer ihre innovativen, kreativen, amüsanten, visionären, nachhaltigen und sozialen Werke einer breiten Öffentlichkeit. zur Diashow (20 Fotos)...
Tipp: Wer auf der Suche nach Empfehlungen und Geheimtipps, z.B. für kreative Geschenke, ist, der wird hier sicherlich fündig. Übrigens, auf der Festivalwebsite www.viennadesignweek.at und unter www.facebook.com/viennadesignweek finden Design-Freunde auch nach der VIENNA DESIGN WEEK 2011 laufend neue Informationen rund um dieses faszinierende Thema! |
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5-Jahre Jubiläum
Zum bereits fünften Mal präsentierte sich Wien als Drehscheide für Design. Seit 2007 informieren die VIENNA DESIGN WEEK-Direktorinnen Lilli Hollein und Tulga Beyerle jährlich über neueste Trends und Aktivitäten in der kreativen Design-Szene in Wien. Die dafür gegründete Neigungsgruppe Design hat es sich zum Ziel gesetzt die Wahrnehmung von De-
sign in Österreich zu schärfen. Und der Erfolg gibt den beiden engagierten Damen Recht.
Vor und während der zehntägigen Festivalwoche herrschte kreatives Chaos und eifriges Treiben in den Werkstätten. Dass sich typische Traditionen, Wiener Werkstätten-Qualität und junge Designer/in-
nen perfekt ergänzen wurden an spannenden Pro-
jekten immer wieder bewiesen. Nicht immer standen Luxus-Produkte im Mittelpunkt, sondern den kreati-
ven Köpfen ging es häufig darum, mit funktionalen Design-Endprodukten das Leben zu vereinfachen. |
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Die Leopoldstadt als Hot Spot für Design
Diesmal stand der 2. Bezirk rund um das Volkert- und Aliiertenviertel und die Taborstraße ganz im Design-
Fokus. Die Festivalzentrale, das stilwerk im Jean Nouvel Tower (Praterstr. 1, 1020 Wien), fungierte als „Tor“ in den 2. Bezirk. Die neue Wiener Designdesti-
nation bot viel Platz für Kunst im öffentlichen Raum, wo sich ambitionierte Projekte entwickelten. Unter-
schiedliche Stationen galt es zu Fuß, mit dem Fahr-
rad oder per Bus zu entdecken. Designinteressierte, die die Vielfalt an individuellen Projekten überrasch-
te, konnten auch an kompetenten Führungen zu ausgewählte Festival-Programmpunkte teilnehmen.
Designer/innen bzw. Designbüros aus den Sparten Produkt- und Grafikdesign ließen sich im stilwerk Labor – dem Atelier auf Zeit – beim Arbeiten über die Schulter blicken. Hier fanden auch die Verleihung des Recycling Designpreises und die spannenden Labor Gespräche mit den Designern/innen statt. |
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Design für alle Sinne
Wer Design mit allen fünf Sinnen – hören, fühlen, riechen, betrachten und schmecken (Food) – entdecken möchte, der kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus: Aus dem diesjährigen Gastland Polen präsentierte beispielsweise bei Sotheby’s das polnisch-schweizerische Team von Oskar Zieta „Reflexionen“. Mit Hilfe einer optischen Täuschung von Muster und Form gelang es Blech durchsichtig erscheinen zu lassen.
Die Passionswege durften natürlich auch heuer nicht fehlen. Im stilwerk präsentierte Konstantin Schmöl-
zer gemeinsam mit Grünspezialist Verdarium seinen Hochsitz mit Weitblick. Der kanadische Designer Phi-
lippe Malouin widmete sich gemeinsam mit der Glasmanufaktur J. & L. Lobmeyr dem Thema Zeit und zeigte eine Sanduhr-Installation. Der slowakisch-schweizerische Designer Tomas Kral präsentierte in der Hutma-
nufaktur Mühlbauer seine Kreationen. Mit Patrycja Domanskas Näh-Druck-Maschine konnte man bei Tost-
mann Trachten ein Stoffstück individuell bedrucken. Das italienische Duo LucidiPevere stellte bei WOKA Lamps ihre leuchtenden Objekte aus. Designer Tomas Alonso entwarf in der Wiener Silbermanufaktur ein raffiniert schlichtes Teeservice. Christian Haas bewies mit seiner neuesten Arbeit „Small Worlds“ für die Kristallglasmanufaktur Theresienthal handwerkliche Perfektion. Debüt bei der VDW feierte heuer die Grüne Erde, für die klare Formen und hochwertige nachwachsende Rohstoffe Grundvorrausetzungen für nach-
haltiges Design sind. Für eine Weinverkostung für alle Sinne sorgten Sebastian Menschhorn, Megumi Ito und Peter Weisz bei UNGERundKLEIN. Bei der Food- und Industriedesign-Performance „Food Tools“ von Honey & Bunny wurden die Resultate bei Stahl und Form aufgetischt. Florian Rainer und Michael Fetz präsentierten ihr mit der Caritas entwickelte Social Design-Projekt zum Thema Jugendobdachlosigkeit. |
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