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Tropea: Diese kleine idyllische Stadt mit ihren vielen engen Gassen ist unser Ausgangspunkt für Ausflüge zu den schönsten Sehenswürdigkeiten und Plät-
zen Kalabriens. Dieser malerische und beliebte Badeorte in der Provinz Vibo Valentia liegt direkt am Tyrrhenischen Meer an der „Costa degli Die“ („Küste der Götter“). Eindrucksvoll thronen die Häuser der Altstadt bis direkt an den Rand auf einer ca. 60 m hohen steil ins Meer abfallenden Felsklippe.
Wer auf den Spuren der Vergangenheit wandeln möchte, sollte unbedingt das geschichtsträchtige Stadtzentrum besichtigen. Viele historische Gebäude, prächtige Adelspaläste und zahlreiche Kirchen stammen zum Teil aus dem 17. und 18. Jh. und sind außerordentlich gut erhalten. Auf der Piazza Ercole kann man gleichzeitig einen traumhaften Ausblick aufs Meer und „dolce vita“ – im wahrsten Sinne des Wortes – mit einem köstlichen italienischen Eis genießen. ;-)
Das Wahrzeichen der Stadt ist die Wallfahrtskirche Santa Maria dell’Isola (11. Jh.). Auf einem wunderschönen weißen Felsen, gegenüber der Altstadt, thront das beliebte Ausflugsziel, welches durch eine Felsentreppe zu erreichen ist. Oben angekommen wird man mit einer atemberaubenden Aussicht aufs tief-
blaue Meer belohnt.
In Tropea prägen zahlreiche Kirchen den Ortskern. Zu den bedeutendsten Seh-
enswürdigkeiten des Ortes zählt die auf einem byzantinischen Friedhof im 12. Jahrhundert erbaute, durch Erdbeben zerstörte und wieder komplett renovierte Kathedrale von Tropea.
Zahlreiche kleine Boutiquen und Spezialitätenläden, die sich in engen verwin-
kelten Gassen verstecken, laden zum entspannten Flanieren ein.
Am beliebten feinen weißen Sandstrand und im kristallklaren warmen Wasser verbringen Einheimische und Touristen gleichermaßen gerne erholsa-
me Stunden. Zum magischen Ort wird der kleine nette Hafen, wo Fischkutter neben Segelboote und Ausflugsschiffe anlegen, während des romantischen Sonnenuntergangs. Vom Hafen aus kann man nette Tagesausflüge zu den fas-
zinierenden Liparischen (Äolischen) Inseln, die 1997 von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt wurden, und zum aktiven Vulkan Stromboli unterneh-
men. Übrigens, einen besonders spektakulären Eindruck hinterlässt Tropea, „die Perle des Tyrrhenischen Meeres“, vom Meer aus. |
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Viele kleine malerische Küstenortschaften sind ebenso wie die großen Städte mit ihren wunderschönen Sehenswürdigkeiten und kulturellen Einblicke in vergangen Zeiten einen Ausflug wert:
Von Tropea Richtung Norden: Fährt man Richtung Norden der Küste entlang kommt man nach rund drei Kilometer bereits in die kleine Ortschaft Parghelia mit ihren wunderschönen und teilweise versteckten Buchten. Vom kleinen Badeort Zambrone (sehenswert sind das Amphitheater, die Kirche von S. Carlo Borromeo und die Mühle Zilui) kommend fährt man an einer atemberaubend schönen Landschaft entlang bis man das Städtchen Briatico (die berühmtes-
ten Sehenswürdigkeiten sind die „Torre La Rochetta“, eine Ruine aus dem 16. Jh., der Wachturm „La Rocchetta“ und die historischen Gebäude in der Altstadt) erreicht. Unbedingt besichtig werden sollte Pizzo, wo die kleine Grottenkirche im Tuffgestein „Chiesa di Piedigrotta“ mit zahlreichen Skulpturen, die Barock-
kirche S. Giorgio und das Castello Aragonese aus dem 15. Jh. besonders beein-
drucken. Hier wurde übrigens das weltberühmte „Tartufo-Eis“ erfunden. In einer der vielen „Gelaterie“ auf der „Piazza della Repubblica“ kommen Naschkatzen genauso auf ihre Rechnung, wie die Genießer eines wunderbaren Panoramas. Am Fuße des Sila-Gebirges liegt Cosenza, die im 4. Jh.v.Chr. Gegründete Haupt-
stadt der gleichnamigen Provinz. Die Universitätsstadt zählt durch die barocke Altstadt, den um 1100 erbauten romanisch-gotischen Dom, den imposanten by-
zantinischen Castello Svevo, den Theater, die Stadtbibliothek und das seit 1803 bestehende Cafe Renzelli zu einem der schönsten und geschichtsträch-
tigen Orte der Region. Die nächste und letzte Station Richtung Norden ist Catanzaro. Die Hauptstadt von Kalabrien und der gleichnamigen Provinz liegt geographisch ungefähr in der Mitte von Kalabrien. Die im 10. Jh. als byzantini-
sche Festung erbaute Stadt spielte einst bei der Herstellung von Seide, Samt und Damast eine wichtige Rolle. Sowohl im späten Mittelalter als auch um 1800 als Handelszentrum für Olivenöl, Wein und Weizen erlebte die Stadt einen bis heute im historischen Stadtzentrum sichtbaren wirtschaftlichen Aufschwung.
Von Tropea ins Landesinnere: Italienkenner sollten auch einmal die Touris-
ten-Wege verlässt und über die kleinsten Straßen, die sich auf der Karte befin-
den, einen Abstecher ins Landesinnere machen. Auf den abgelegenen Wegen lassen sich die Schätze der Region besonders gut entdecken. Einen Besuch wert ist der Hauptort Vibo Valentia der gleichnamigen Provinz, der auf einer fruchtbaren Hochebene auf 476 m Höhe liegt. Das Bergdorf Serra S. Bruno liegt 870 m über dem Meer und ist durch das Karthäuserkloster mit dem Serra S. Bruno Museum und der Bibliothek eine echte Ruheoase. Übrigens, besonders erholsam sind auch ausgedehnte Spaziergänge in den umliegenden schattigen Laubwäldern mit großem Pilzvorkommen. ... |
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Von Tropea Richtung Süden: Folgt man der Küstenstraße von Tropea in den Süden kommt man als erstes zum Capo Vaticano. Die Ausläufer des Berges Monte Poro mit den steil aus dem tiefblauen Meer ragenden Felsformationen prägen das imposante Panorama des beliebten Badeorts. Das kleine Städtchen Nicotera liegt 210 Meter über dem Meer. Vom Aussichtspunkt „Affacciu“ hat man einen wundervollen Blick auf das Thyrrenische Meer, welches hier violett schimmert, und auf die Vulkane Stromboli und Ätna. In der wunderschönen Kleinstadt erinnert noch so manches an eine wohlhabende Vergangenheit. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen die Kathedrale, das Schloss der Familie Ruffo, der Bischofspalast „Vescovile“ und der Leuchtturm „Punta Faro“. Das „Meseo Civico Archeologíco“ zeigt archäologische Relikte aus der griech-
ischen und römischen Zeit bis ins Mittelalter. Nächste Station ist das idyllische und sagenumwobene Fischerstädtchen Scilla in der Provinz Reggio Calabria, welches direkt an der Straße von Messina liegt und hauptsächlich vom traditio-
nellen Schwertfischfang und vom Tourismus lebt. Das stimmungsvolle Fischer-
viertel Chianalea, alte Häuser und enge Gassen machen das außergewöhnliche Flair von Scilla aus. Mit Reggio di Calabria, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, endet die Reise in die südlichste Provinz Kalabriens. Zu den sehens-
würdigen Highlights zählen unter anderem das „Museo Nazionale della Magna Grecia“ (Archäologische Museum) mit den zwei berühmten Bronzestatuen von Riace, die Ruine des Castello Aragonese, eine imposante Burg aus dem 15. Jh., die prachtvolle Kathedrale von Reggio Calabria, die nach dem Erdbeben 1908 im neoromanisch-byzantinischen Stil wieder aufgebaut wurde, die Reste der alten Stadtmauer aus dem 4. Jh. V. Chr. sowie das kleine Bergamotte-Museum. Die prächtige Uferpromenade „Lungomare Minotti“ mit herrlichen Gartenanla-
gen und die tolle Shoppingmeile „Corso Garibaldi“ laden zum entspannten Fla-
nieren ein. Übrigens, in Reggio, der Geburtsstadt von den Geschwistern Gianni und Donatella Versace, darf die Familien-Designer-Boutique nicht fehlen. |
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Weiterer Ausflugstipp: Wer die heißen Sommertage lieber im kühlen Schatten unter Bäume verbringen und wohltuende Stille genießen möchte, der sollte einen Ausflug in die wunderschöne kalabresische Bergwelt unternehmen. Um eine überaus reichhatige Flora und Fauna zu schützen wurden drei Re-
gionalparks gegründet: der „Parco Nazionale del Pollino“ im Norden, der „Parco Nazionale della Sila“ im Herzen von Kalabrien und der „Parco Nazionale dell' Aspromonte“ im Süden.
Von besonderer Schönheit ist zum Beispiel der ca. 75.000 ha große National-
park Sila. Die ständig wechselnde Landschaft aus Hochebenen und Bergen, Wälder und Wiesen sowie Flüsse und malerisch gelegenen (Stau-)Seen ist die Heimat von Wild- und Stachelschweine, Hirsche, Rehe, Wölfe, Wildkatzen, Adler, Habichte, Falken, Uhu, Otter, unterschiedlichen Fischarten und noch vielen mehr. Die Vielfalt an bunten Blumen, Gräser, Sträucher, Laub- und Nadelbäumen erfreut sicherlich jeden Naturliebhaber. Und romantische Waldlichtungen laden zu einer Erholungspause mit selbst mitgebrachtem Picknick ein. |
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Kulinarisches Kalabrien: Die kulinarischen Genüsse machen den Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis. In viele kleine Restaurants wird einfache, preiswerte und vor allem herzhafte Küche geboten. Eingelegtes Gemüse als Antipasti, Pizza, hausgemachte Pasta, Eintöpfe mit Lamm, Kalb, Rind, Schwein oder Kaninchen findet man ebenso wie köstliche Pilzgerichte auf den vielsei-
tigen Speisekarten. Von Feinschmeckern geschätzt werden wohlschmeckende Meeresfrüchte, Thunfisch, Schwertfisch, div. Muscheln, Tintenfisch, Stock-
fisch und Seezunge, die direkt aus dem Tyrrhenischen Meer kommen. Immer wieder anders aber immer wieder verlockend zubereitet kommen typische re-
gionale Spezialitäten, wie beispielsweise die süßliche rote Zwiebel „Cipolle di Tropea“ als Zwiebelsuppe, Zwiebelmarmelade, Bohnen mit Zwiebel, Zwie-
bel-Omelett etc., auf den Teller. Feine aromatische Gewürze der Region, z.B. der scharfen roten Peperoncini (= Chilischote), verleihen den leichten Ge-
richten eine besondere Note.
Zu den süßen Gaumenfreuden zählen der „tartufo“ (= Trüffel), ein Mandelku-
chen, ein cremiges Eis in verschiedensten Sorten, ein Tiramisù, ein Obstsalat mit sonnengereiften Früchten (z.B. Zitronatzitrone (ital. Cedro), Orangen, Fei-
gen und Kaktusfeigen) und „panna cotta“. Mit einem „caffè“ und einem „dige-
stivo“ (ein so genannter Verdauungsschnaps, z.B. Grappa oder ein feiner Zitro-
nen-, Kaktusfeigen- oder Bergamotte-Likör) schließen Genussmenschen gerne ihr Menü. Zu einem guten Essen gehört natürlich auch ein guter Weiß-, Rot- oder Roséwein aus der Region. Tipp: Fragen Sie nach dem „vino locale“ (= der Haus-
wein des jeweiligen Lokales).
Übrigens, in einem der vielen Straßencafes kann man bei „espresso“ oder „caffè latte “ die mediterrane Atmosphäre in Ruhe genießen und das meistens etwas hektische Straßenleben beobachten.
Eine Entdeckungsreise durch die kalabresischen Köstlichkeiten, wie reifes Obst und Gemüse, Oliven, Wurst- und Fleischspezialitäten sowie diverse Käse-
produkte (z.B. Pecorino), kann man im so genanten „Mini Market“ machen. Hier bekommt man auch eine weitere kalabresische Spezialität, die pikante Nduja di Spilinga, eine sehr scharfe Wurst, die aus verschiedenen Fleischssorten hergestellt wird. Die angebotenen Delikatessen in bester Qualität eigenen sich besonders gut als Wegzehrung beim Wandern oder Sightseeing-Touren. |
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Badeparadies: Das traumhafte Badeparadies hat mehr als nur Badespaß zu bie-
ten. Wander-, Mountainbike- und Reit-Touren in den Nationalparks gehören zu den sportlichen Highlights und runden das vielseitige Freizeitgebot perfekt ab. Je nach Saison stehen bei Einheimischen und Urlauber Segeln, Surfen und Was-
serski hoch im Kurs. Mit einem weiteren Highlight wollen wir nun unseren Reisebericht abschließen, und – im wahrsten Sinn des Wortes – in ein erlebnis-
reiches Paradies eintauchen. Da Fotos mehr als tausend Worten sagen, überlas-
sen wir die Abschlussworte den faszinierenden Unterwasseraufnahmen... |
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