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COVERSTORY: PFLANZ DER VAMPIRE – beim satirischen Musical-
Welterfolg aus Österreich kommt das Blut vor Freude in Wallungen!

Text (ausgenommen Song-Texte): Andrea Beckert, Fotos: Bettina Frenzel

Was Off-Broadway-Produktionen für New York sind, sind geniale Kleinproduktionen auf der Tschauner Bühne für Wien, das beste Beispiel dafür ist „Pflanz der Vampire – Reloaded“. Im Sommer 2018 zieht das kabarettistische Grusical nicht nur Vampire, sondern auch solche die es noch werden wollen und Musical-Freunde gleichermaßen in den Bann. Mit viel Witz, Charme und grandiosen Schauspielern wird dieses Stück zum Musical-Lecker-Bissen.
Bei der umjubelten Premiere am 17. Juli 2018 infizierten sich jedenfalls restlos begeisterte Fans mit dem Vampir-Virus. Zu den letzten Textzeilen „…es hat passt…“ spendete das geladene Premierenpublikum frenetischen Applaus und minutenlange Standing Ovations. Vampire mag man eben! UNISEX-Bewertung: 5 von 5 „safe Bisse“ bzw. 5 von 5 Punkte
Kurzinhalt:
Hinweis: Jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist rein zufällig und nicht beabsichtigt. Ort und Zeit der Handlung: das Wiener Musicaltheater dieser Tage.
Bei Audition für das Hit-Musical „Tanz der Vampire" lernen sich die frisch gebackene Musicaldarstellerin Elisabeth Schikaneder, die leicht divahafte und laszive Sängerin, Schauspielerin und Tänzerin Doris Arata, der überehrgeizige doch etwas dümmliche Musicaldarsteller Albert Koss und der intellektuelle homosexuelle Uwe Dröger kennen. Etwas verspätet taucht auch der exzentrische Lutz Draculic, seines Zeichens Vampir, zum Vorsprechen auf. Alle haben das gleiche Ziel: ihre Traumrolle im Musical „Tanz der Vampire“ zu bekommen.
Das Casting verläuft mit dem permanent gestressten Regisseur Christopher Kepplinger äußerst chaotisch ab. Wegen fehlender Talente und Zeitmangel werden alle fünf für die Produktion engagiert. Während der Probenarbeiten kommt es, wie so oft beim Theater, zum Streit zwischen Produzenten Stefan Ruppeck und Regisseur wegen zu hoher Kosten. Zahlreiche Pannen strapazieren zusätzlich das angespannte Nervenkostüm aller Beteiligten. Sowohl Regisseur als auch Schauspieler erleiden permanent Nervenzusammenbrüche. Dennoch bleibt Zeit für diverse Liebeleien zwischen den Akteuren. Lutz, der auch im Stück den Vampir ver-
körpert, verliebt sich in Elisabeth und macht seine Angebetete gleich durch einen kräftigen Biss in den Hals zu seinesgleichen. Aber auch Doris ist Lutz' Annäherungen nicht abgeneigt und so dauert es nicht lange bis auch sie zum Vampir wird. Elisabeth wiederum bemerkt die Liaison und verbeißt sich in den Nacken von Uwe.
Nach einer verpatzten Premiere kommt es zu folgen-
schweren handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen den zu Vampiren mutierten Schauspielern und dem Regisseur. Und so droht sich das Unheil in der gesamten Musicalszene ausbreiten...
  Musik:
Einprägsame Melodien, die mit pointenreichen Texten überarbeitet wurden, bieten der kurzweili-
gen Handlung einen perfekten Rahmen. Die Original-
ouvertüre von Jim Steinman aus „Tanz der Vampire“, Mozarts „Kleine Nachtmusik“ sowie die schönsten Musical-Hits aus „A Chorus Line“, „West Side Story“,  „Die Schöne und das Biest“ bis hin zu „Mamma Mia!“ und viele mehr sorgen ebenfalls für Furore.

Fazit:
Falls es noch einen weiteren Beweise bedarf: Die Vampire leben unter uns. Sie haben eine neue Brutstätte gefunden: Die Musicalszene. Von hier – der Tschauner Bühne – erobern sie im Sturm die Herzen ihrer Opfer. Und es macht Spaß ihnen dabei zuzusehen. Im satirischen Grusical in drei Akten von Markus Ch. Oezelt und Helmut K. Vavra gibt es Gags am laufenden Band. Markus Richter (Regie und musikalische Leitung) verkörpert meisterhaft die Vampir-Rolle Lutz Draculic, dem ein „safer Biss“ wichtig ist. Lilly Kugler (Choreographie) mimt fabelhaft die selbstbewusste Doris Arata mit viel Sex-Appeal. Jürgen Kapaun schlüpft überzeugend in die mit naiven Zügen ausgestattete Rolle des Schauspielschülers Albert Koss. Weiters erwähnens-
wert ist Georg Hasenzagl komödiantisches Talent als intellektueller, homosexueller Uwe Dröger. Spielfreude und Charme versprüht Melanie Wurzer als frischgebackene Schauspielerin Elisabeth Schikaneder. Publikumsliebling Thomas Schreiweis spielt gleich zwei Rollen: Produzent Stefan Ruppeck und Bühnentechniker Franz. Mit Dennis Kozeluh steht ein weiterer erstklassiger Schauspieler als Regisseur Christopher Kepplinger auf der Bühne.
Petra Fibich hat den Schauspielern bzw. den Vampiren eine „artgerechte“ Bühne gestaltet. Und in den Kostümen von Barbara Langbein und Maske von Monika Krestan und Chantal Rieser macht das Schauspielen offensichtlich besonders viel Spaß.
  Tipp:
Termine und weitere Informationen finden Sie im Eventkalender und unter www.tschauner.at.

Mit freundlicher Unterstützung von Markus Richter dürfen wir folgende Textzeilen als kleinen Auszug veröffentlichen. Vielen Dank!

Zur Melodie von „My Fair Lady“:
Elisabeth:
Es tut so gut, fließt rotes Blut in Fluten
Lutz: Ich glaub', jetzt hat sie's, ich glaub' jetzt hat sie's
Elisabeth: Es tut so gut, fließt rotes Blut in Fluten
Lutz: Beim Tod, jetzt hat sie's, beim Tod jetzt hat sie's
Noch einmal, was tut uns so gut?
Elisabeth: Die Flut von Blut
Lutz: Was macht das blöde Blut?
Elisabeth: Es tut so gut
Beide: Es tut so gut, fließt rotes Blut in Fluten
Es tut so gut, fließt rotes Blut in Fluten

Zur Melodie von „Elisabeth“:
Elisabeth:
Ich hasse den Knoblauch, und habe kein Spiegelbild
Ich werde beim Anblick von Kreuzen und Pfählen wild
Das alles verdanke ich nur dir
Denn ich bin ein Vampir

Ich träumte von Liebe und Treue in Ewigkeit
Ein Leben gemeinsam und innig im Sarg zu zweit
Blutjung erlag ich diesem Kavalier
Er gehört nur mir

Ich nehme zur Speise den Nächsten, der kommt
Egal, ob er passt oder nicht
Und auf diese Weise vergesse ich prompt
Und ziehe mit dir ins Gericht
So leb’ ich, von nun an, für immer, in Ewigkeit
Ich streite alleine, und pfeif’ auf die Zweisamkeit
Ich lebe die Liebe, und still’ meine Triebe
Denn ich bin ein Vampir
Das Gewinnspiel ist abgeschlossen!
Herzlichen Dank für die zahlreichen Einsendungen.
Hinweis:
Alle Emails, die an diesem Gewinnspiel teilgenommen haben, wurden gelöscht.