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Theresia Haiger Theresia Haiger und Helmuth Vavra Helmuth Vavra
COVERSTORY: HEILBUTT&ROSEN – präsentieren zum 25-Jahr-Jubiläum Auszüge aus ihrem Humor-Arsenal!
Text und Fotos: Andrea Beckert

Heilbutt&Rosen feiern 2017 ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum. Anlass genug für die erfolgreiche Kabaretttruppe ihr Repertoire, mit dem sie im letzten Vierteljahrhundert ihr Publikum zu begeisterten Lachstürmen hingerissen haben, noch einmal Revue passieren zu lassen. Bei insgesamt 23 Programmen (inkl. Best of-Programmen, Wiederholungen und Wiederaufnahmen) können Heilbutt&Rosen auf ein prallgefülltes Humor-Arsenal zurückgreifen. In ihrer Jubiläums-Ausgabe „Best of 25 Jahre“ präsentieren sie deshalb noch einmal legendäre Klassiker, feinste Alltagssatire, die nichts an Aktualität verloren hat, und musikalische Leckerbissen aus vergangenen Programmen. Happy Birthday!
Am 7. Oktober lud das Kabarett-Kollektiv mit Band Freunden, Wegbegleiter, Kollegen und vor allem begeisterte Fans zum Geburtstagsfest bzw. zur umjubelten Premiere in den ausverkauften Wiener Stadtsaal. zur Fotogalerie (34 Fotos)...
Heilbutt&Rosen zünden zu ihrem 25-Jahr-Jubiläum ein musikalisch-fulminantes Kabarett-Hit-Feuerwerk und begeben sich auf eine kleine Zeitreise durch ihre eigene Vergangenheit. Selbstironische Conferencen und witzige Alltagssatire sind Inhalt des Best-of-Programms.In unterschiedlichen Szenen werden bekannte Klischees und Geschlechterkämpfe zwischen Frauen und Männer gekonnt aufs Korn genommen – und an Themen mangelt es definitiv nicht.

Ein Best-of-Programm mit besonders hoher Pointendichte:
Am Anfang schwelgt Helmuth Vavra in alten Erinnerungen und plaudert aus seiner Studentenzeit. Dabei erfährt das aufmerksame Publikum, dass Herr Vavra nur studiert hat, um in Feinschmeckerrestaurant wie dem Steirereck einen besseren Tisch reservieren zu können. Schließlich hat er dann doch den Weg der gewerblichen Kabarettisten eingeschlagen.
Wie realitätsnahe die einzelnen Szenen sind, beweist jene im Geschäft, wo Frau zahlreiche Kleider in unterschiedlichsten Farben probiert – natürlich nur, um Mann zu gefallen. Da kann es schon zu einer hitzigen Diskussion kommen, und wenn Mann dann ins „sprachliche Fettnäpfchen“ tritt, wird es fürs Publikum herrliche komisch. Frau: „Du hast Recht, das Schwarze ist ein bisserl vulgär.“ Mann: „Aber zu dir passt es.“ – Autsch!
Theresia Haiger kann seit ihrer Zusammenarbeit mit Heilbutt&Rosen bestätigen, was sich viele Frauen denken: Männer sind schwierig! Bei allen Fehlern, die Männer so haben, ärgert sich Frau Haiger am meisten darüber, dass Männer nicht zuhören können. Dafür gibt es zustimmenden Applaus von den anwesenden Damen! Beim folgenden Beispiel geht es nicht nur um „Frauen am Steuer“, sondern auch gleich um das Problem „Männer als Beifahrer“ und warum Männern es so schwer fällt einen Fehler zuzugeben. Der Text bringt es dann auf den Punkt: „… Halleluja! Wer braucht einen Mann? Halleluja! …“
Nervige Zeitgeistererscheinungen, wie der „typische“ Wiener, der Hunde lieber mag als Menschen, oder alte Leute, die im Supermarkt bei der Kassa Kleingeld suchen, wenn Herr Vavra wenig Zeit hat, machen den Kabarettisten wahnsinnig. Vor der Paus wird dann noch ausführlich ein weiteres Thema besprechen: die Sexualität – ab 50 kein lustiges Thema laut Helmuth Vavra.

Zu Beginn des zweiten Teils schlägt die Stimmung ins Melancholische um, wenn ein Paar im Aufzug feststeckt, er Klaustrophobie bekommt und einen „Körperwind“ loslässt, sie ihre Kontaktlinsen am Boden im Dunkeln sucht, und die Notrufzentrale in Sopron erst wieder nach dem Wochenende erreichbar ist. Heilbutt&Rosen liegen nach eigenen Angaben die Dramen des Alltags und große Emotionen besonders am Herzen. Im Jahr 1998 haben sich nicht nur im Hollywood-Film „Titanic“ Dramen abgespielt, sondern auch Mitten am Neusiedlersee, wenn einem Schlauchboot die Luft ausgeht wird es dramatisch. Auch anderen Grauslichkeiten des Alltags – dazu gehören Tattoos und wenn Mann mit Sandalen herumrennen und Nägel wie ein 70-jähriger Berggorilla zeigt – werden besonders humorvoll aufbereitet.
Nur am Rand wird in diesem Programm die Politik in Form eines schonungslosen Gedichts mit dem Titel „Bundeskanzler ade“ gestreift. Dann streiten Theresia Haiger und Helmuth Vavra über Fernsehsendungen, wo prominente Leute vorkommen, die man nicht kennen möchte, aber trotzdem kennt, weil so rasch wie diese am Bildschirm erschein, kann man nicht weiterschalten. Damit liefern Heilbutt&Rosen auch ein Argument für den Bildungsauftrag des ORF und eine Erklärung für die Gebühren. Die Spezialität von Helmuth Vavra ist die Rolle der besorgten Mutter, da ein ganz einzigartiges Verhältnis zu ihrem geliebten Sohn, ein „Gott in Weiß“ hat – vorzüglich!
Wenn Mann, Anfang 50, nur mehr ein Bündel von Neurosen und Komplexen ist, dann sollte er vielleicht professionelle Hilfe von der skurrilen Psychothera-
peutin Gundula, sehr überzeugend gespielt von Theresia Haiger, annehmen.
Musikalische Leckerbissen:
Highlights in allen Heilbutt&Rosen-Programmen sind natürlich die humorvollen Lieder. Passend zu den jeweiligen Szenen „erstrahlen“ Evergreens aus Jazz über deutschen HipHop bis bekannte Ohrwürmer im neu maßgeschneiderten Text-Gewand. Erinnern Sie sich noch an den Hit der Fantastischen Vier „Die da“, welcher im Gründungsjahr von Heilbutt&Rosen veröffentlicht wurde? Das ge-
meinsame „Alter“ verbindet, daher ist es nahe liegend, dass die Kabarettgruppe mit dieser herrlichen Persiflage auf den Song den Abend eröffnen.
Das anstrengende Tourleben und der triste Alltag eines pragmatisierten Amts-
rats werden thematisiert und musikalisch aufbereitet. Wenn sie im Duett über die „schöne“ Festspielzeit singen, macht sich das Duo wohl keine Freunde. Aus einem italienischen Lied von Paolo Conte wird ein deutsches Kinderlied mit Paulchen Panther. Gleich drei Lieder gibt es zum Thema Sexualität: Beim Tele-
fonsex singt Theresia Haiger: „… jedes Schwein ruft mich an, jede Sau interes-
siert sich für mich …“. Dann widmet Helmuth Vavra allen „Volltrotteln“ ein Lied, in dem nicht mehr das Mariandl aus dem Wachauerlandl sondern die Olga aus dem Osten den Männern die Köpfe verdreht. Vor der Pause bekommt „Pata Pata“ von Miriam Makebas einen Wienerischen Text. Mit besonders viel Elan sing Theresia Haiger über den alten Swoboda, der in die Bassena, eine öffentliche Wasserstelle am Gang eines alten Mietshauses, „brunzt“ – etwas makaber aber sehr lustig! Die Comedian Harmonists („Mein kleiner grüner Kaktus“) sind musikalischer Pate für „die kleine fiese Gels … hollari, hollari, hollero …“. Das Duo singt aber auch über die wirklich wichtigen Themen des Alltags – Botox, Seitenblick und, dass jeder Idiot heute schon ein Star ist. Ein weiteres heikles Thema wird in einem sehr emotionalen Song thematisiert: das Problem von Männer mit ihrer immer weniger werdenden Kopfbehaarung. Liebe Männer, wir wissen doch, dass die Summer der Haare bei Euch immer gleich bleibt, nur leider nicht am Kopf, dafür wächst zum Beispiel ein Vogelnest auf der Brust, eine dichte Matte am Rücken oder ein Zopf in der Nase. Bevor einigen Männern das Lachen im Hals stecken bleibt, gibt es einen Einblick in einen typischen Tagesablauf eines Kabarettisten. Obwohl die Nummer schon älter ist, hat sich im Grunde nicht viel verändert – das glauben wir gerne. ;-)
Ein letztes Gustostückerl aus dem Heilbutt&Rosen-Repertoire kredenzt das perfekt eingespielte Duo Theresia Haiger und Helmuth Vavra bei der Zugabe. Aus „Fever“ wird für eine Liebeserklärung an den Biber, der Zärtlichkeit liebt – so süß und für viele Fans das absolute Highlight!
Virtuos ist auch die Musikbegleitung, die von Gründungsmitglied und Co-Autor Berthold Foeger am Klavier, Navid Djawadi am Kontrabass und Gerfried Krainer am Schlagzeug kommt.

Fazit:
Die erfolgreiche österreichische Kabaretttruppe unter der Leitung von Master-
mind Helmuth Vavra trifft seit 25 Jahren den Geschmack ihres Publikums – Grund genug mit einem Best-of-Programm zu feiern. Feiner Humor, herrliche Selbstironie und feingesponnene Doppel-Conférence runden das kurzweilige Programm perfekt ab. Mit viel Charme spielen sich Gründungsmitglied Helmuth Vavra und seine stimmgewaltige Bühnenpartnerin Theresia Haiger die Bälle bzw. die Pointen präzise zu. Die Rolle des „Grantlers“ ist Mastermind Helmuth Vavra auf den Leib geschneidert.
Das restlos begeisterte Publikum freut sich über Ausschnitte aus den erfolg-
reichsten Heilbutt&Rosen Programmen UND Heilbutt&Rosen sind, nach eigenen Angaben, glücklich, dass in den alten Nummern noch Geld steckt. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden wohl in den nächsten Jahren neue Nummern, Texte und Lieder dazukommen – die Fans warten jedenfalls schon darauf!

Web-Tipp: www.heilbuttundrosen.at
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