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INDIANA TSCHONES und das Königreich des Fetzenschädels
COVERSTORY: INDIANA TSCHONES UND DAS KÖNIGREICH DES FETZENSCHÄDELS – das Abenteuer des Sommers führt in die Wiener Unterwelt!
Text: Amdrea Beckert, Fotos: Doris Himmelbauer (1), Bettina Frenzel (7)

Wien, 13.07.2026. Beim „Tschauner“ wird die Tradition des klassischen Stegreifspiels weiterhin gepflegt und weiterentwickelt. Für alle Fans dieses Genres sowie für diejenigen, die es noch entdecken möchten, bietet das einzige regelmäßig bespielte Stegreiftheater Europas in diesem Jahr eine ebenso schräge wie musikalische Abenteuerreise tief unter den Straßen Wiens.
Mit der neuen Stegreif-Revue „Indiana Tschones und das Königreich des Fetzenschädels“ feierte am 8. Juli auf der traditionsreichen Tschauner Bühne die bereits zweite große Eigenproduktion der laufenden Saison ihre frenetisch bejubelte Premiere. Unter der Regie von Thomas Schreiweis begaben sich Bernhard Viktorin, Eva D., Jürgen Kapaun, Valerie Bolzano, Isabel Meili und Martin Oberhauser am Mittwochabend zum ersten Mal auf ein turbulentes Abenteuer voller spontanem Wiener Schmäh, skurrilen Figuren, absurder Verschwörungen, reichlich Musik und überraschender Wendungen. Dieses aben-teuerliche Ereignis mit Lachgarantie bot dem Premierenpublikum beste Unterhaltung unter freiem Himmel. Die zahlreichen Gäste, unter anderem aus Politik, Kultur und Gesellschaft, bedankten sich am Ende mit Standing Ovations.
Wer nun spontan Lust auf diese humorvolle Stegreif-Revue bekommen hat, hat bis Anfang September an mehreren Terminen die Gelegenheit, dieses Abenteuer selbst mitzuerleben. Prädikat: Unbedingt empfehlenswert!
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Inhalt:
Ein mysteriöses Loch in der Linken Wienzeile sorgt in Wien für Aufsehen. Wäh-rend die Behörden und Experten von einer harmlosen Unterspülung durch Was-ser ausgehen und die Bevölkerung dringend auffordern, „Verlassen sie jetzt den Platz“, glaubt der selbst ernannte Abenteurer Indiana „Indi“ Tschones fest daran, dass es sich um den Eingang zu einer verlorenen Welt tief unter der Bundes-hauptstadt handelt, möglicherweise zu einer unterirdischen Pyramide und dem sagenumwobenen „Königreich des Fetzenschädels“. Gemeinsam mit der unge-wöhnlich ratlosen Würstelstandbesitzerin Mitzi Zwutschgerl und der quirligen Journalistin Vally Wurm, die auf eine Sensationsgeschichte hofft, begibt sich Indiana Tschones in das Loch. Die abenteuerliche Suche führt sie, verfolgt von der übereifrigen Beamtin Dr. Herta Schlierbach, tief unter die Stadt. Dort treffen sie auf seltsame Gestalten. Der Wächter zwischen den Welten, Johann „Schani“ Schatten, zeigt sich von den unerwarteten Besucherinnen und Besuchern wenig begeistert. Währenddessen wird der Fetzenschädel, der unterhalb der Stadt die Erinnerungen der Wiener bewahrt, immer mehr eins mit den Fetzen.
Können die abenteuerlustigen Protagonisten das Loch noch rechtzeitig verlas-sen, bevor es sich für immer schließt, oder werden sie selbst zu Fetzenschä-deln? Auf welche Erinnerung könnten sie am ehesten verzichten? Warum gibt es ohne Erinnerung keine Zukunft? Werden sich Mitzi Zwutschgerl und Johann „Schani“ Schatten verlieben? Und welches Abenteuer möchte „Indi“ als Nächstes machen? Wäre es vielleicht besser, wenn manche Wahrheiten unentdeckt blie-ben? Diese und viele weitere Fragen werden beim Besuch der Tschauner Bühne bis Anfang September beantwortet. Ein solcher Besuch ist sehr zu empfehlen!

Über das Leading Team:
Hinter und auf der Bühne sorgte ein eingespieltes Team für humorvolle Stun-den. Das Buch für diese irrwitzige Stegreif-Revue stammte von Thomas Schrei-weis, der diesmal Regie führte, statt selbst auf der Bühne zu stehen. Die musi-kalische Leitung übernahm erneut der hervorragende Markus Richter. Wie es für eine Stegreif-Revue der Tschauner Bühne typisch ist, wurden viele Songs humor-voll umgetextet und in die Handlung eingebunden. Hits von Elton John, Queen, Robbie Williams, Amy Winehouse, Gloria Gaynor, The Bangels, The Animals, den Andrew Sisters und vielen weiteren Künstlern erhielten neue Textfassungen. Jeder Song war eine musikalische Offenbarung, die es zu einer wahren Freude machte, im Publikum zu sitzem, zuzuhören und sich köstlich zu amüsieren. Die passenden Choreografien von Bettina Soriat forderten den Darstellern auf der Bühne viel ab. Das Bühnenbild gestaltete Petra Fibich-Patzelt. Im ersten Teil bil-deten ein Würstelstand sowie ein durch Sichtschutz, zahlreiche Verkehrszeichen und -kegel gut geschütztes mysteriöses Loch die Kulisse. Im zweiten Teil wech-selte der Schauplatz in das Innere des Lochs. Zahlreiche Schachteln mit be-schrifteten „Fetzen“ waren dort zu sehen. Sigrid Dreger zeichnete für die Kos-tüme der verschiedenen Charaktere verantwortlich, während Monika Krestan das adäquate Maskenbild gestaltete.
Über das Ensamble:
Die langjährigen und besonders beliebten Mitglieder des Tschauner-Ensembles sorgten den gesamten Abend über für zahlreiche Lacher und begeisterten das Premierenpublikum mit viel Kreativität, humorvoller Schlagfertigkeit und großer Spielfreude. In der Titelrolle brillierte Bernhard Viktorin als Indiana Tschones. Er wirbelte agil über die Bühne, drückte sein Motto im Lied „Ich bleib standhaft“ („I’m Still Standing“ von Elton John) aus, wirkte oft planlos, stellte sich jedoch seinem neuen Abenteuer mit Bravour und schüttelte zwischendurch einige lus-tige Sickerwitze aus dem Ärmel. Publikumsliebling Jürgen Kapaun übernahm gleich drei Rollen und bewies damit erneut seine Vielseitigkeit. Er spielte den legeren Baustellen-aufseher Kurti, den korrekten Ing. Erich Grubinger, Archivar der Bestattung Wien, der seltsame Stimmen hörte, sowie den Fetzenschädel, der sich im Verlauf des zweiten Teils in einen zunehmend unkenntlichen Mumienlo-ok verwandelte und dabei regelrechte Lachstürme auslöste. Eva D. verkörperte Mitzi Zwutsch-gerl, die Besitzerin eines Wiener Würstelstands, die eine Vorliebe für „Hobby dogging“ hatte (ein Freizeittrend, bei dem man mit Leine und Hals-band spazie-ren geht, jedoch ohne Hund). Für ihr grooviges Solo „Wos was I“ zur Melodie von „Valerie“ von Amy Winehouse erhielt sie tosenden Applaus. Martin Oberhauser mimte den Wächter zwischen den Welten, Johann „Schani“ Schatten, der nur noch Augen für Mitzi hatte. Isabel Meili schlüpfte in die Rolle der quirrligen Journalistin Vally Wurm und bewies mit dem Song „Shut Up And Dance“ der Rockband Walk the Moon eindrucksvoll ihr Talent. Valerie Bolzano spielte au-thentisch die toughe und unnahbare Dr. Herta Schlierbach. Dass die Beamtin keinen Spaß verstand, zeigte sie mit „Verlassen Sie jetzt den Platz“ („Another One Bites the Dust“ von Queen) und sorgte mit „Vorschrift, Recht und Ordnung“ („Let Me Entertain You“ von Robbie Williams) für die Einhaltung gel-tender Regeln.

Fazit über die Premiere:
Mit „Indiana Tschones und das Königreich des Fetzenschädels“ ist dem traditi-onsreichen Stegreiftheater in Ottakring ein weiterer Publikumserfolg gelungen. Die Zuschauer*innen zeigten sich begeistert von der Kombination aus Wiener Humor, schlagfertiger Spontaneität und vielfältiger Musik. Die skurril-witzige Revue bot den kongenialen Ensamble viel Raum für spontane Einfälle. Vor allem die neuen Texte zahlreicher Hits aus Pop, Rock und Schlager fanden bei den Besucher*innen großen Anklang. Am Ende wurde die kurzweilige Premiere von den sichtlich begeisterten Gästen mit minutenlangem Standing Ovation belohnt.

UNISEX-Bewertung: 5 von 5 Punkte

Indiana Tschones und das Königreich des Fetzenschädels
08. (Premiere) – 10., 20., 21. & 31.07. / 01., 02., 19. – 21. & 31.08. / 01. & 02.09.26, Tschauner Bühne

Maroltingergasse 43, 1160 Wien, www.tschauner.at
Das Gewinnspiel ist abgeschlossen!
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