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FILMTOP-TIPP: MANU DELAGO – „Parasol Peak“ – die Alpen als „Aufnahmestudio“!
Text: Andrea Beckert PR; Fotos: Pressefotos

Hang-Spieler, Perkussionist und Komponist Manu Delago ist unter die Filmemacher gegangen. Dafür verlegte er das „Aufnahmestudio“ in die Natur – genauer gesagt in die Tiroler Alpen. Gemeinsam mit seinen grandiosen Musikerkollegen nahm er brandneue Kompositionen auf. Das Resultat ist ein faszinierender Musik- und Bergfilm inkl. Begleitalbum „Parasol Peak“. Prädikat: wertvoll!
Alle die den in London lebenden Tiroler Hang-Meister Manu Delago kennen, wissen, dass er ein begeisterter Bergsteiger ist. In London kann er diese Leidenschaft nicht ausleben, aber wann immer er sich ein paar Tage frei nehmen kann, von seinen eigenen und den vielen weiteren musikalischen Projekten mit Björk, Anoushka Shankar oder dem Cinematic Orchestra, besteigt er die höchsten Gipfel seiner Heimat.
Lange und intensive Konzertreisen, die viele Zeit im Studio und vor allem die große Anziehungskraft der Berge inspirierten Manu Delago, neue Stücke abseits der üblichen Herangehensweisen und im Einklang mit der Natur zu komponieren – und diese auch vor Ort, mitten in den Alpen, und auf rein akustischen Instrumenten zu performen.

Für „Parasol Peak“ begab sich der Hang-Spieler, Perkussionist und Komponist gemeinsam mit sechs weiteren MusikerInnen und einer Film- und Audio-Crew auf eine Bergsteiger-Expedition in die Tiroler Alpen, um an mehreren Locations und in verschiedenen Höhenlagen ein faszinierendes Gesamtkunstwerk aus Berg- und Musikfilm zu schaffen. Auf dem gemeinsamen Weg spielte die Gruppe insgesamt acht neue Kompositionen auf rein akustischen Instrumenten ein. Die Expedition war nicht immer ungefährlich und es gab auch Momente wo einzelne Mitglieder der Gruppe aufgeben wollten.

„Es war für die meisten von uns mit Sicherheit das Extremste, was wir jemals erlebt haben.“, denkt Delago an die Tage in den Bergen zurück. „Physische Grenzen und Ängste waren in der Gruppe spürbar, aber es machte auch das gemeinsame Musizieren noch emotionaler.“

Fazit:
Das Ergebnis dieser Anstrengungen ist ein sehr beeindruckender Film inkl. dem gleichnamigen Begleitalbum „Parasol Peak“ – sowohl in visueller als auch in musikalischer Hinsicht. Hang-Spieler, Perkussionist und Komponist Manu Delago begeistert einmal mehr mit seinem Fingerspitzengefühl für harmonische Klangformationen und unbändiger Spielfreude, gepaart mit schier unglaublicher Virtuosität. Dies gilt auch für seine herausragenden Bandmitglieder.

Film:
Manu Delago veröffentlichte am 7. September 2018 seinen neuen Film „Parasol Peak“, den er in einigen ausgewählten Kinos in Europa präsentieren wird.

Am 9. September 2018 feierte „Parasol Peak“ Wien-Premiere im wunderschönen Ambiente des Metro Kinokulturhauses. Im Rahmen dieser ausverkauften Spezialvorführung gab es im Anschluss an den Film eine musikalische Kostprobe von Manu Delago gemeinsam mit vier Kollegen. Danach standen Manu Delago und ein Kollege den Besuchern für Fragen zur Verfügung und erzählten Anekdoten rund um diese Bergexpedition in die Tiroler Berge.

Bereits Jänner 2017 (acht Monate vor Dreh) begann der leidenschaftliche Bergsteiger mit der Planung. Für sein neues Filmprojekt und dem dazugehörigen Album hatte der Hang-Virtuose die Location im Vorfeld besichtigt und zu jedem Ort ein Musikstück komponiert. Um die passenden Musiker für das Projekt zu finden, kontaktierte Manu Delago 500 Musiker, schließlich blieben sechs Musiker über, die nicht nur ihre Instrumente virtuos beherrschen, sondern auch eine gewisse Affinität für Bergsteigen mitbrachten. Zwei Tage vor dem Dreh wurde gemeinsam im Warmen geprobt und simuliert, wie es denn in den Bergen sein könnte. Gut vorbereitet machten sie sich dann mit sehr viel Ungewissheit auf den Weg zum Gipfel. Fünf Tage lang wurde im September 2017 gedreht.
  Die Bedingungen hätten nicht herausfordernder sein können – für Musiker, Film- und Ton-Crew und Instrumente. Die niederen Temperaturen hätten oft nicht mehr als zwei oder drei Audiotakes zugelassen, da sich die Instrumente verstimmten oder nicht mehr bespielbar waren. Der für diese Jahreszeit überraschend-starke Wintereinbruch hatte aber für den Film auch etwas Positives. Die Gruppe war alleine in den Bergen unterwegs, und so konnten sie ihre eigenen Spuren durch den Einmeter hohen Neuschnee ziehen.

Auch für die Film- und Ton-Crew samt Equipment waren Kälte und Feuchtigkeit herausfordernd. Vor jedem Dreh galt es einen Aufstieg zu bewältigen und die Orte für Audio und Kamera vorzubereiten.

Sieben Etappen auf verschiedenen Höhenlagen galt es zu bewältigen. Sieben Musikstücke plus einen Bonustrack wurden eingespielt. Ausgangspunkt war „Parasol Woods“ auf 923 Meter Höhe. „Auf einem Klettersteig waren wir zum Beispiel komplett vertikal aufgestellt und hatten keinen Blickkontakt. Nebenbei war es ganz gut, darauf zu achten, nicht abzustürzen.“, beschreibt Manu Delago eine Session des Septetts in einer Felswand. Trotz Nebel, Regen, Schnee und manchmal auch Graupelschauer war aufgeben nie eine Option. Umgeben von Wald, Felsen, Gebirgsbach, Schnee und Bergpanorama führte der Weg die Akteure auf den Gipfel „Parasol Peak" auf 3003 Meter. „Am Ende war es ein unglaubliches Gefühl, oben anzukommen und alle Herausforderungen überstanden zu haben. Rückblickend war die Expedition für uns als Gruppe eine intensive, verbindende Erfahrung.", erinnert sich Manu Delago.

Mit im Gepäck hatte die Band zahlreiche Instrumente, unter anderem Posaune, Trompeten, Flöte, Cello, Klangscheiben, mobiles Glockenspiel, Akkordeon und Hang. Übrigens, alle mussten ihre Instrumente selber tragen.
Auch die Natur „musizierte“ tatkräftig mit. Klänge kamen von Wind und Gebirgsbach. Aber auch mit ins Wasser fallende Steine, das Streichen von Jazzbesen auf Baumstämmen, das Rutschen von Klettersteig-Karabiner am Stahlseil oder melodiöses Metall-Kaffeebecher-Klopfen auf den Kletterhelm wurden musikalische Akzente gesetzt. „Die natürliche Umgebung war für mich eine Möglichkeit, perkussive Soundquellen in die Musik einfließen zu lassen.“, erzählte Manu Delago.

Das Ergebnis ist ein akustisch wie optisch beeindruckender Film inkl. gleichnamigem Begleitalbum „Parasol Peak“.
Band
CD- & Film-Titel: Parasol Peak // Genre: Dokumentation, Musik // Herstellungsland, Jahr: Österreich, 2018 // Director: Johannes Aitzetmüller, Jeb Hardwick
Musik: Manu Delago // Musiker: Georg Gratzer (Woodwinds), Marc Osterer (Trumpet & Accordion), Alois Eberl (Trombone & Accordion), Johanna Niederbacher (Cello), Tobias Steinberger (Percussion), Chris Norz (Percussion), Manu Delago (Handpan & Percussion) // TrackListing: „Parasol Woods“, „Alpine Brook“, „North Cluster“, „Ridge View“, „Lake Serenade“, „Listening Glacier“, „Parasol Peak“, „Base Camp“ // Länge: 30 Min. // Album & Film-VÖ: 07.09.18 // Label: One Little Indian Records // UNISEX-Bewertung: 4 von 5 Punkte // Link: www.parasolpeak.co.uk/, www.manudelago.com
MANU DELAGO – Parasol Peak
FILM & SOUND