Über das Programm:
„Dogs“ ist eigentlich ein Hunde-Kabarett für intellektuell unterforderte Vierbei-ner. Doch was für Hündinnen und Rüden geeignet ist, eignet sich ebenso für ein menschliches Publikum. Möchten Sie mehr über die geliebten Diwanwalzen, Flo-dacken und Sofawuzzler und das Leben mit dem treuen Begleiter des Menschen erfahren? Dann sind Sie in diesem tierisch-guten Kabarettprogramm genau rich-tig. Angelika Niedetzky und Lisa-Lena Tritscher sind selbst Hundebesitzerinnen und wissen, wovon sie sprechen. In „Dogs“ präsentieren sie Fakten, Zahlen und vor allem amüsante Geschichten rund um den Hund.
Interessierte Hundeliebhaber erfahren, dass Hunde seit 20.000 Jahren an der Seite des Menschen leben. Es ist überliefert, dass bereits in der Steinzeit Men-schen mit Hunden gekuschelt haben.
Dadurch besitzt etwa jeder fünfte Haushalt einen bellenden Vierbeiner, der drei-mal täglich Gassi gehen muss und bei jedem Spaziergang ein
neues „Sackerl fürs Gackerl“ benötigt, was insgesamt eine beträchtliche Menge an Hinterlassen-schaften ergibt. ;-)
Die herzigen Fellnasen sind in sämtlichen Größen, Formen und Farben, mit Kurzhaar oder Langhaar vertreten. „Er“ gilt als der beste Freund des Menschen und ist in puncto Treue kaum zu überbieten, selbst wenn er fremde Ge-schlechtsteile „beschnüffelt“. Ein „Dackelblick“ reicht aus, um schnell zu ver-zeihen, egal was Hündin oder Rüde anstellt.
Die Freundschaft zwischen Angelika Niedetzky und Lisa-Lena Tritscher begann natürlich mit einem Hund. Lisa-Lena Tritscher kannte Angelika Niedetzkys Hün-din Maia, bevor sie deren Besitzerin näher kennenlernte. 2019 hatten Angelika Niedetzky und Maia ein Engagement in der Shakespeare-Komödie „Maß für Maß“ beim Theatersommer Haag. Lisa-Lena Tritscher entdeckte im Programm ein Foto des Prachthunds und entschied sich, das Stück anzusehen. Da auch bei Hunden die Liebe durch den Magen geht, freundete sich Frau Tritscher nach der Vorstellung mithilfe zahlreicher Leckerlis mit Maia an. Einige Biere später ent-wickelte sich zudem eine Freundschaft zwischen Angelika und Lisa-Lena.
Die Hundebesitzerinnen erläutern pointiert die wesentlichen Unterschiede zwi-schen Hund und Mensch bzw. Mann. Dabei gehen sie der Frage nach, welche unterschiedlichen Motivationen Menschen haben, sich einen flauschigen Hund zuzulegen. Die Antwort ist ebenso logisch wie naheliegend: Der Hund ist der ideale Partnerersatz, Kinderersatz (ein Hund ist wie ein Kind auf 4 Beinen), fun-giert als Beschützer, verteidigt ein Haus, eignet sich als Depression-Profilachse und als Trainingspartner (an der Schleppleine).
Ganz nebenbei werden die wirklich wichtigen Fragen beantwortet: Warum ist ein Hundefrisör teurer als ein Friseur für Menschen? Welche Berufe kann der beste Freund des Menschen ausüben? Sehen sich Besitzer*in und Hund optisch oft ähnlich? Ja! Welche Informationen lassen sich aus einer Urinprobe des Hundes herausriechen? Was liest ein Hund in der „Zeitung“ an der Hausecke? Ist Hunde-lulu eine flüssige Partnerschaftsanzeige?
Wer führt eigentlich wen spazieren?
Zur Abwechslung folgt es eine Schauspieleranekdote. In der Bühnenfassung des französischen Filmklassikers „Monsieur Claude und seine Töchter“ konnte die Hündin Maia ihr schauspielerisches Naturtalent in der berühmten Szene unter Beweis stellen, in der die Vorhaut des Enkels im Garten vergraben werden soll. Dabei fraß Maia während der Proben und auf der Bühne höchst professionell ge-zählte 132 „Vorhäute“ (Scheiben Extrawurst).
Die Hundebesitzer*innen im Publikum können bestätigen, dass sie auf der Straße oder in der Hundezone häufig und unkompliziert ins Gespräch kommen und so viel leichter neue Kontakte knüpfen. An dieser Stelle dürfen zwei wahre Geschichten aus den Hundezonen des 10. Wiener Gemeindebezirks und vom Naschmarkt im Programm nicht fehlen.
Weitere witzige Themen sind die Verfressenheit der Hunde, Hundemode, der Hundeführerschein (der leider nicht für das Auto gültig ist), Hundenamen und sogar eine Hundehochzeit.
Der Vergleich zwischen Hunden und Männern wird zu einer
humorvollen Szene, insbesondere für die anwesenden Damen im
Publikum. Die Kabarettistinnen fragen: „Kann man Hundeerziehung
auch beim Mann anwenden?“ Ihre Antwort lautet: „Ja! Die
Erziehungsmethoden, die bei Hunden funktionieren, lassen sich
ebenso auf Männer übertragen.“ Sie erläutern, dass sich Hunde und
Ehemänner |
|
im Laufe der Evolution in fünf Merkmalen gleich entwickelt haben: Fleischi, Bei-ni, Wursti, Bauchi kratzen, am Sofa einschlafen. Wie treffend diese Beobachtung ist – zum Lachen!
Tipp: Warum Hundebesitzer*innen den automatischen Staubsaugerroboter nicht einschalten sollten, wenn ihre Fellnase allein zu Hause ist, weiß Angelika Nie-detzky aus eigener Erfahrung zu berichten.
Auch in der Weltliteratur spielt der Hund eine wiederkehrende Rolle. Autoren wie Franz Kafka, Ernst Jandl, Loriot und Anton Tschechow haben Geschichten und Gedichte über Hunde verfasst. Die beiden Texte „Ein Hundebesitzer“ und „Hindemith“ von Gerhard Polt präsentieren Angelika Niedetzky und Lisa-Lena Tritscher mit Begeisterung.
Für Schmunzeln sogen zudem Sprüche von Mark Twain, Loriot, Arthur Schopen-hauer, Friedrich Rückert, Charlie Brown und Snoopy (Charlie Brown: „Wir leben nur einmal, Snoopy.“ Snoopy: „Falsch! Wir sterben nur einmal. Wir leben jeden Tag!“) und vielen weiteren Autoren.
Kluge Hunde können viele nützliche Berufe ausüben, wie beispielsweise als Poli-zeihund, Blindenhund, Hirtenhund, Rettungshund, Diabetikerhund, Trüffelhund oder Assistenzhund. Auch in der Politik sind Hunde präsent. Übrigens, nur in den USA ist es möglich, dass ein Hund zum Bürgermeister gewählt wird. Dar-über hinaus sind Hunde beliebte Begleiter von Politikern, etwa des österreichi-schen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen, des französischen Präsiden-ten Emmanuel Macron sowie von König Charles III. und Königin Camilla.
Das traurige Thema „Bestattung verstorbener pelziger Lieblinge“ wird ebenfalls behandelt. So erfährt man, dass auf dem Wiener Tierfriedhof die Gräber der Tiere häufig besser gepflegt werden als die der Zweibeiner.
Da in Anton Tschechows Einakter „Der Heiratsantrag“ auch Hunde vorkommen, hören die anwesenden Frauchen und Herrchen gerne dieser berührenden Ge-schichte zu.
Für lautstarke Heiterkeit im Publikum sorgt ein Sketch aus dem
Kabarett Simpl (geschrieben von Claudia Rohnefeld, Jenny Frankl
und Michael Niavarani), der humorvoll zeigt, wie Verwechslungen
entstehen:
Zwei Frauen sitzen kurz vor dem Abflug nach Paris im Flugzeug. Die eine spricht über ihren Hund, die ande-re über ihren Mann. Das wissen sie aber nicht und so entsteht ein aberwitziges Gespräch. Großartig!
Fazit über die Vorstellung am 16. April 2026 im Bruno in Brunn am Gebirge:
„Ja, fein!“ Die beiden Hundehalterinnen Angelika Niedetzky und Lisa-Lena Trit-scher, die gerade mit einem „Wurf“ trächtig ist (wie man eine Schwangerschaft in der Hundesprache ausdrückt), widmen ihren süßen Fellnasen die kabarettis-tische Lesung „Dogs“:
Zugegeben, als Angelika Niedetzky und Lisa-Lena Tritscher am Freitagabend die Bühne im Bruno in Brunn am Gebirge betraten, war die Enttäuschung zunächst groß. Denn die tierischen Stars des Abends – Maia, Karli und Lotte – wurden von ihren Besitzerinnen vertreten. Dennoch war die Stimmung ausgezeichnet, das Publikum beteiligte sich
toll und bald zeigte sich, wer einen Hund besitzt.
Am Ende erhielten Angelika Niedetzky und Lisa-Lena Tritscher viele „Leckerlis“ in Form von Jubel und Applaus vom restlos begeisterten Publikum. Wau! (Bravo!)
Kurz gesagt: Das kurzweilige Programm „Dogs“ von und mit Angelika Niedetzky und Lisa-Lena Tritscher ist ein Erlebnis für die Lachmuskeln. Hundebesitzer*in-nen sowie Tierliebhaber*innen werden den Abend nicht so schnell vergessen.
UNISEX-Bewertung:
5 von 5 Hundepfoten bzw. 5 von 5 Punkte
Web-Tipp:
www.angelikaniedetzky.com
Kleiner Nachtrag:
Was denken sich Hund und Katze über den Menschen?
Hund: „Der Mensch kümmert sich um mich, füttert mich, streichelt und pflegt mich, spielt mit mir und zahlt alles für mich. Der MENSCH muss Gott sein.“
Katze: „Der Mensch kümmert sich um mich, füttert mich, streichelt und pflegt mich, spielt mit mir und zahlt alles für mich. ICH muss Gott sein.“ |