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Heinz Scharb, Martina Gutmann, Harald Brutti, Heinrich Schrott, Gabriele Lesnigg, Franz Grünwald, Irene Künzel, Anita Hauer, Franz Schiefer und Nicole Gerfertz-Schiefer
EVENT-TIPP: AMAKULT – „Der Raub der Sabinerinnen“ in Kottingbrunn – würdiger Start ins Jubiläumsjahr!
Text: Andrea Beckert, Fotos: Robert Eipeldauer (7), Gerhard Maly (2)

Wien, 05.02.2022. Die Marktgemeinde Kottingbrunn, die ungefähr 30 km südlich von Wien liegt, ist einen Theaterbesuch wert – vor allem, wenn das 25-Jahr-Jubiläum der Kulturszene gefeiert wird. Es müssen nicht immer teure Produktionen auf großen Bühnen sein, auch auf kleineren Brettern, die eben-
falls die Welt bedeuten, können engagierte Amateurschauspieler für pure Unterhaltung sorgen. Den Beweis tritt AmaKult, die Amateurtheatergruppe der Kulturszene Kottingbrunn, im Februar mit ihrer 25. Produktion „Der Raub der Sabinerinnen“ an. Am 4. Februar fand im Markowetztrakt des Wasserschlos-
ses Kottingbrunn die umjubelte Premiere statt. Bis 20. Februar 2022 (jeweils Freitag bis Sonntag) steht das Stück von Franz und Paul von Schönthan noch auf dem Spielplan. Lassen Sie sich die Boulevardkomödie in der Kulturszene Kottingbrunn nicht entgehen. Ihre Lachmuskeln werden es Ihnen danken! Prädikat: amüsant!
Inhalt:
Ort und Zeit der Handlung: Eine Stadt feiert im Jahr 2025 Jubiläum. Die Corona-Pandemie ist Gott sei Dank schon vorbei.
Der Lehrer der hiesigen Schule und Kulturstadtrat Prof. Martin Gollwitz ist mit der loyalen Haushälterin Rosa zu Hause. Seine Frau Friederike ist auf Kur und macht „digital digoxin“.
Als Student hat Gollwitz eine Römertragödie mit dem Titel „Der Raub der Sabinerinnen“ verfasst. Zu-
fällig findet er diese literarische „Jugendsünde“, wie es Martin nennt, nach vielen Jahren wieder. Sein bes-
ter Freund und Schwager, Dr. Leopold Neumeister, und die Haushälterin Rosa sind jedoch vom Manu-
skript begeistert.
Auch der Direktor eines Wunder-Wandertheaters, Vaclav Wondracek, erfährt von dem Werk und will es beim Jubiläumsfest der Stadt zur Aufführung brin-
gen. Der Kulturstadtrat ist anfangs dagegen, da er einen Misserfolg und damit eine öffentliche Blamage befürchtet. Der Theaterdirektor sichert ihm zu, dass der Autor des Stückes anonym bleibt und seine Frau wird schon gar nichts davon erfahren. Gollwitz stim-
mt schließlich zu und die Proben können beginnen.
Dr. Leopold Neumeister steht ebenfalls unter Druck, denn seine Frau Marianne wünscht sich einen „Mann mit Vergangenheit“ – die er leider nicht bieten kann. Also erfindet er kurzerhand eine bewegte Jugend.
Gollwitz‘s Gattin, Friederike, kommt vorzeitig von ihrer Kur zurück. Die beiden Männer haben bereits viele Geheimnisse vor ihren Ehefrauen. Doch die bei-
den besten Freundinnen, Friederike und Marianne, kommen ihren Ehemännern auf die Schliche und schmieden einen genialen Plan, um ihren Männern eine Lektion über Frauen zu erteilen. Und so nehmen
  die turbulenten Verwicklungen ihren Lauf…
Am Premierenabend scheint sich die Römertragödie auf der Bühne zu einer wahren Katastrophe zu ent-
wickeln. Was sagen die Tarot-Karten? Welche hilfrei-
chen Ideen hat die hinreißende Ehefrau des Theater-
direktors? Warum ist Karl Groß, Weinhändler aus Graz und Vater von Lukas, für die Handlung wichtig, obwohl er nie auftritt? Welche Rolle spielt Lola, der Papagei, im Stück? Wendet sich doch noch alles zum Besseren? Dies und vieles mehr erfahren Sie noch bis 20. Februar 2022 bei Ihrem Theaterbesuch in der Kulturszene Kottingbrunn.

AmaKult: 15 Jahre, 25. Theaterstück
Im 15. Jahr ihres Bestehens bringt AmaKult, die Amateurtheatergruppe der Kulturszene Kotting-
brunn, einen Komödienklassiker auf die Bühne des Markowetztrakts: „Der Raub der Sabinerinnen“ von Franz und Paul von Schönthan.
Für die aktuelle Theaterfassung wurde die Dramatur-
gie von Nicole Gerfertz-Schiefer geschickt überar-
beitet und Texte mit pointierten Dialogen versehen. Unter der bewährten Regie von Franz Schiefer, Gründer der Kottingbrunner Amateurtheatergruppe AmaKult, lebten sieben engagierte Schauspielerin-
nen und Schauspieler ihre Leidenschaft fürs Theater auf der Bühne aus.
Das Ensemble, darunter drei Gründungsmitglieder, bewies am Premierenabend einmal mehr, dass man mit Engagement, Hingabe und Fleiß auch auf einer kleinen Bühne für pure Unterhaltung sorgen kann. Franz Grünwald spielte den Lehrer und Kulturstad-
trat Prof. Martin Gollwitz, der erst durch die Abwe-
senheit seiner Gattin aufblühte. Anita Hauer war als Friederike Gollwitz, seine strenge Ehefrau, eine emo-
tionale Naturgewalt auf der Bühne. Martina Gut-
mann
wollte als energische Marianne Neumeister, Schwester von Martin und Frau von Leopold, alles über ihren „Mann mit Vergangenheit“ wissen. Hu-
morvoll anzusehen war auch Heinz Scharb als Dr. Leopold Neumeister, der aus Verzweiflung für seine Frau eine bewegte Jugend erfinden muss. Ganz wunderbar verkörperte Gabriele Lesnigg Rosa, die loyale Haushälterin beim Ehepaar Gollwitz. In der Rolle des Theaterdirektors Vaclav Wondracek ging Heinrich Schrott vollkommen auf. Harald Brutti überzeugte als Schauspieler Luca Grandosso mit drolligem Blick.
Günter Kolbert hat für die Kottingbrunn-Inszenie-
rung ein stimmiges Bühnenbild geschaffen, welches mit wenigen Requisiten einen gediegenen Raum für den Kulturstadtrat vermittelte.

Fazit:
Solide Amateurtheaterschauspieler in einer flüssigen Inszenierung, Wortwitz und überraschende Pointen – all das bot die humorvolle Premiere von „Der Raub der Sabinerinnen“ – ein Theaterstück über ein Thea-
terstück. Für das Publikum gab es am Premieren-
abend viel zu lachen und so hatte sich das gesamte AmaKult-Team am Ende einen frenetischen Applaus ehrlich verdient. Chapeau!

04. – 06., 11. – 13. und 18. – 20.02.22, Kulturszene Kottingbrunn, Markowetztrakt
Schloß 1, 2542 Kottingbrunn
Beginn Fr. & Sa.: 19:30 Uhr, Beginn So.: 18:00 Uhr
Kartenreservierung: Tickets sind telefonisch unter +43 (2252) 743 83, per Mail office@kulturszene.at und unter www.kulturszene.at erhältlich.
Franz Grünwald und Martina Gutmann Franz Grünwald und Heinrich Schrott Franz Grünwald, Heinrich Schrott und Gabriele Lesnigg
Martina Gutmann und Heinz Scharb Anita Hauer und Heinrich Schrott Franz Grünwald, Gabriele Lesnigg und Heinz Scharb
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