 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
EVENT-RÜCKBLICK: AMAKULT SPIELT: IM WEISSEN RÖSSL ... am Kipferlteich – in der „Metropole“ Kotting-brunn kann man gut lustig sein!
Text: Andrea Beckert, Sujet: Clemens Künzel, Fotos: Gerhard Maly (4), Andrea Beckert (1)
Kottingbrunn / Wien, 02.05.2026. Der internationale Bühnenerfolg vom Singspiel „Im weißen Rössl“ begann mit der Uraufführung am 8. November 1930 im Großen Schauspielhaus in Berlin und erstreckte sich bis nach London und New York. Im Jahr 1960 feierten Peter Alexander, Waltraut Haas und Gun-ther Philipp mit der Verfilmung der Operette „Im Weißen Rössl“ einen großen Erfolg. 2026 verlegt AmaKult, die Theatergruppe der Kulturszene Kotting-brunn, das berühmte Hotel kurzerhand in die „Metropole“ Kottingbrunn und vom Wolfgangsee an den Kipferlteich, der hier tatsächlich existiert.
Vom 1. bis 10. Mai 2026 stand die humorvolle Bühnenadaption frei nach dem bekannten Singspiel in drei Akten von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg
nun auf dem Spielplan der Kulturszene Kottingbrunn. Die vielen Probenstunden haben sich ausgezahlt, denn die frenetisch umjubelte Premiere endete mit wohlverdienten Standing Ovations. Bravo! Prädikat: Unbedingt sehenswert! |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Inhalt:
Ort, Zeit: Kottingbrunn, irgendwann.
Im Hotel „Weißen Rössl am Kipferlteich“ herrscht Hochsaison. Ein Zug mit neuen Gästen wird sehnsüchtig erwartet. Das überforderte Personal bemüht sich, das Hotel auf Hochglanz zu bringen. In der flachen Idylle am Kipferlteich herrschen Liebeswirren zwischen dem Personal und den Urlaubsgästen. Der liebeskranke Oberkellner Leopold schmachtet die temperamentvolle Chefin und Rössl-Wirtin Josepha Vogelhuber an und macht bei ihr erfolglose Annäherungsversuche. Sie weißt ihn zurück, da sie sich in ihren langjährigen Stammgast, den Rechtsanwalt Dr. Siedler, verliebt hat. Die Ankunft von Dr. Siedler wird vom Oberkellner Leo-pold ungern gesehen und so quartiert Leopold Wilhelm Giesberg, der nur auf Drängen seiner Tochter Brigitte hier Urlaub macht und gerade gegen Dr. Siedler und dessen Mandantin, seine Erzkonkurrentin Sieglinde Sülzheimer, einen Pro-zess verloren hat, ohne Wissen der Rössl-Wirtin im einzigen Zimmer mit Balkon ein, welches eigentlich für Dr. Siedler vorgesehen war. Dr. Siedler hat ein Auge auf Brigitte geworfen, was Josepha nicht gefällt.
Nach einem Streit zwischen Leopold und Josepha wird der Oberkellner gekün-digt. Dennoch gibt Leopold nicht auf und versucht
mit allen Mitteln weiterhin, Josephas Liebe zu gewinnen.
Bevor sich die verschiedenen Paare finden, müssen die Bewohnerinnen und Be-wohner des „Weißen Rössl“ zahlreiche turbulente Situationen bewältigen. Dabei spielt die bezaubernde Sigi, Sieglinde Sülzheimer, eine entscheidende Rolle. Zwischen Liebe, Eifersucht und turbulenten Verwicklungen erleben die liebens-wert schrulligen Figuren ein amüsantes Wechselbad der Gefühle.
Fazit über die Vorstellung am 1. Februar 2026:
Für die temporeiche Inszenierung zeichneten Franz Schiefer (plus Bühnenbild und Schauspieler) und Nicole Gerfertz-Schiefer verantwortlich. Martin Postl (Bühnenbau), Nicole Gerfertz-Schiefer und das Ensemble (Kostüme), Sebastian Spörker (Komposition und Arrangements) sowie Bernhard Hitzenhammer (Licht-design, Ton) und Gerhard Hrubes (Licht, Ton) ergänzten das engagierte Team hinter der Bühne optimal.
Die Besetzung konnte sich sowohl sehen als auch hören lassen: In
den Haupt-rollen begeisterten Gabriele Mattehs als Josepha
Voglhuber, die resche Besitzerin des „Weißen Rössl am
Kipferlteich“, und Franz Grünwald als bis über beide Ohren
verliebter Oberkellner Leopold Brandmayr, begeisterten in ihren
Rollen. Anita Hauer überzeugte in der Rolle der Elli Pichlmeier,
Josephas rechte Hand und beste Freundin, eindrucksvoll. Johanna
Bruckner brachte als kecke Lina, „Piccolo-Piccola“, den
Oberkellner Leopold immer wieder zur Verzweiflung. Franz
Zimmermann als Wilhelm Giesberg, Unternehmer und Besitzer von
„Ju-gendblüte“, sowie Ingrid Spörker als seine Tochter Brigitte
lieferten eine gute schauspielerische Leistungen ab. Dem
schwierigen Mutter-Sohn-Verhältnis zwischen Maria Koisser als
dominante Waltraud Hinzerl, Unternehmerin und Besitzerin von
„VivAura“, und Walter Tlapak als ihrem in Liebesdingen tollpat-schigen
Sohn Karlo war köstlich amüsant zuzusehen. Ganz wunderbar verkör- |
|
perte Martina Gutmann ihre Rolle als lebensfrohe Sieglinde „Sigi“ Sülzheimer, Unternehmerin und Besitzerin von „Nature Breeze“. Franz Schiefer als Rechts-anwalt Dr. Bernhard Siedler und Markus Weber als deutscher Gast Herr Krause meisterten ihre Charaktere ebenfalls bestens.
Witzige Dialoge, eigene Pointen, Situationskomik und überraschende Wendun-gen bereicherten dieses legendäre Lustspiel. Die eingängigen Hits, wie „Im weißen Rössl am Kipferlteich“, „In der Metropole Kottingbrunn, da kann man gut lustig sein“, „Was kann die Sigi dafür, dass sie so schön ist“, „Zuschau‘n kann i ned“ und einige mehr, kamen beim Publikum gut an. AmaKult, die Theatergrup-pe der Kulturszene Kottingbrunn, sorgte für einen heiteren Premierenabend.
UNISEX-Bewertung: 5 von 5 Punkte
Ausflugstipp: „Kottingbrunn auf der Spur“
Ein Kultur- und Naturlehrpfad liegt beim Wasserschloss im idyllischen Kotting-brunn (Niederösterreich). Bei einem Spaziergang durch den Park können Sie eine Pause beim Kipferlteich einlegen.
Im weißen Rössl ... am Kipferlteich
01. – 03. & 08. – 10.05., Kulturszene Kottingbrunn, Kulturwerkstatt
Schloß 1, 2542 Kottingbrunn, www.kulturszene.at |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
|