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EVENTRÜCKBLICK: DAVID GARRETT – grenzenloser Musikgenuss & Zusatzshow!
Text und Fotos: Andrea Beckert

Auch in Österreich wird Crossover-Musik aus Klassik und Rock/Pop von Jung und Alt gern und viel gehört – vor allem, wenn ein begnadeter Star-Geiger auf der Bühne steht: David Garrett
Sein Repertoire ist umfangreich, sein Geigenspiel ist virtuos, seine Live-Shows sind legendär, und dafür wird der charmante Musiker von seinem Publikum weltweit gefeiert. Im Rahmen seiner „Explosive Live!“-Tour gastierte der „Teufelsgeiger“ gemeinsam mit seiner grandiosen Band und großem Orchester am 3. Dezember 2016 (plus Zusatzshow am 23. April 2017) in der Wiener Stadthalle. Das restlos begeisterte Publikum erlebte – im wahrsten Sinne des Wortes – einen „explosiven“ Abend: Auf einer eigens für die Tour designten Centerstage mit Drehelementen präsentierte der charismatische Publikumsliebling Stücke aus seinem gleichnamigen Album („Explosive“, VÖ: 09.10.15, Label: Decca (Universal Music)). Und mit seinen Interpretationen von Led Zeppelin über Prince bis Tschaikowskys – an einem Abend!! – brachte er das Publikum zum Jubeln und Staunen. Prädikat: Das nächste unvergessliche Crossover-Konzert-Highlight! Weitere Konzert-Impressionen (12 Fotos) ...
David Garrett David Garrett
Konzert:
David Garrett gastierte am 3. Dezember 2016 mit seiner legendären Band und großem Orchester in Wien. Kurz nach 19:30 Uhr begann das Musik-Erlebnis der Superlative in der ausverkauften Halle D der Wiener Stadthalle. Zuerst nahmen die Orchester-Musiker ihre Plätze ein, danach betraten zu den Tönen von „This Is What It Feels“ nacheinander die Bandmitglieder (Franck van der Heijden, John Haywood, Marcus Wolf, Jeff Allen und Jeff Lipsten) die Drehbühne, welche in der Mitte der Halle aufgebaut war. Als letztes schlenderte David Garrett Richtung Centerstage, spielte auf seiner Geige und wurde vom Publikum mit jubelndem Applaus empfangen. Mit einem musikalischen Feuerwerk und jeder Menge Pyrotechnik startete der „explosive“ Konzerabend – und „Explosive“ lautet nicht umsonst der Titel dieser Tour zum gleichnamigen aktuellen Album. Bereits nach einem modernen, rhythmischen „Dangerous“ von David Guetta war klar, dass der Stargeiger richtig Lust auf einen tollen musikalischen Abend hatte – genauso wie seine anwesenden Fans. Auf „Superstition“ von Stevie Wonder folgte das erste Highlight, welches man immer wieder gerne in seinen Konzerten hört: der Coldplay-Hit „Viva la Vida“ inkl. Paddleboard.
„Wir leben in einer verrückten Zeit. Jeder kann im Internet über jeden anonym schreiben, was er will. Das tut weh, aber man darf es nicht zulassen.“, richtete David Garrett eine weise Botschaft ans aufmerksam lauschende Publikum. Passend dazu zitierte der Geiger aus dem Song „Let It Go“ die Textzeilen: „Lass die Leute reden, es kümmert mich nicht, denn ich weiß wer ich bin.“ Zur verträumten Musik aus dem Disney-Film „Frozen“ verzauberte eine stimmige Lichtshow die Fans und Eisblumen tanzten zur Melodie auf den Videowalls über der Bühne. Mühelos wechselt der 36-Jährige das Genre und präsentierte nach der romantischen Filmmusik rockige Töne – „Kashmir“ von Led Zeppelin. Zum Song „Ghostbusters“ tauchte ein riesiges, aufblasbares Ghostbusters-Maskottchen auf. David Garrett: „Der ein oder andere denkt vielleicht, mit Klassik kenne ich mich nicht so gut aus. Moment! Jeder kennt klassische Werke.“ Er spielte ein paar Töne von Beethoven, Bach und Mozart. Danach erfreute der deutsche Stargeiger seine Fans mit klassischer Musik, wie Beethovens 5. Sinfonie, Mozarts „g Moll“-Sinfonie, Toccata von Johann Sebastian Bach und den ersten Satz von Tschaikowskys Klavierkonzert. Als der Violinist mit Orchester klassische Stücke, die während ihrer Entstehungszeit zur populären Musik zählten, spielte, klang sogar Klassik leicht und wunderschön. Eines der vielen Highlights war auch „Furious“ mit dem sich der Ausnahmekünstler fast in Rage spielte. Damit sich die Fans ein Bild davon machen konnten, was im Kopf eines Musikers bei der Arbeit vor sich geht, sah man auf den Videowalls eine Großaufnahme von der Geige. Unglaublich schnell flog der Bogen über die Geigensaiten. Für diese atemberaubende Schnelligkeit und Fingerfertigkeit gab es für David Garrett tosenden Applaus! Dass David Garrett aus einer sehr musikalischen Familie kommt, ist wohl bekannt. Daher war es auch nahe liegend, dass der berühmte Bruder einen Song von seiner „kleinen“ Schwester Elena, die laut David eine unkomplizierte Frau ist, präsentierte. Der Titel „Marathon“ wurde von der stimmgewaltigen Soul-Sängerin Edita gesungen und kam bei den Wiener Konzertbesuchern jedenfalls gut an. Danach durften sich die Fans an zwei weiteren Eigenkompositionen erfreuen: „Adventure Island“ hätte fast schon Filmmusik-Charakter. Während dem kraftvollen Tour-Titel „Explosive“, bei dem er mit electronic dancemusic experimentierte, sprühten die Funken rund um die Bühne. Vor der Pause zeigten sich die Fans insbesondere von Garretts Prince-Interpretation begeistert. Zu „Purple Rain“, ein Tribute an den viel zu früh verstorbenen Superstar, tauchte die gigantische Lichtanlage die Stadthalle in violettes Licht.
Rund zwanzig Minuten später spielte der gebürtige Aachener bei seinem Wien-Auftritt „Summer“ von Antonio Vivaldi und „Nah Neh Nah“ (bekannt durch die Gruppe „Vaya Con Dios“) als Hommage an den Jazzmusiker Jean „Django“ Reinhardt, der sich bei einem Brand die Hand schwer verletzte und daraufhin eine eigene Spieltechnik nur mit dem Zeige- und Mittelfinger entwickelte. Das immer wieder gern gehörte „Live and Let Die“ aus dem gleichnamigen James Bond-Film (Juni 1973) von der Musikgruppe Wings durfte natürlich nicht fehlen.
„Es gibt ja auch Tage bei mir, wo ich vielleicht nicht so gut drauf bin, aber in solchen Momenten denke ich daran, hier zu stehen vor euch. Denn, ohne euch hätte ich nicht die Kraft, die Motivation, die Inspiration zusammen mit meinem Team immer wieder etwas Neues zu kreieren. Ihr seid echt all meine Inspiration. Vielen, vielen Dank dafür.", bedankte sich David Garrett und widmet jedem einzelnen Besucher in der Halle D der Wiener Stadthalle den Titel „You are the inspiration“ (Chicago). Erneut nutze er die Gelegenheit für einen kurzen Rundgang durch die Menge und nahm sich Zeit für Selfies mit den Fans – sehr sympathisch!! „Zorba's Dance“ (Mikis Theodorakis) und „Lose Yourself“ (Eminem) bekamen zusätzlich durch das sensationelle Orchester eine wunderbare Dynamik. Wenn nicht in Wien, wo sonst sollte er das Lieblingsstück seiner Mama „Midnight Waltz“ spielen, die beim Üben des Songs gerne um ihn herum tanzt. Darauf folgte eine weitere Eigenkomposition „Odd Measures“. Für „Explosive“ hatte David Garrett auch den großartigen Coldplay-Hit „Fix You“ adaptiert, und hat mit seiner Interpretation so manchen Musikgeschmack punktgenau getroffen. Absoluter Höhepunkt in der zweiten Konzert-Hälfte war das „Battle" zwischen David Garrett auf der E-Geige gegen Frank van der Heijden auf der E-Gitarre. Die beiden Musiker lieferten sich ein gnadenloses „Duell“ – und der Sieger war – gute Musik!! ;-) Nach „Preludium“ von Johann Sebastian Bach sorgte Edita mit Davids Eigenkomposition „How Many Times“ für Abwechslung im Programm. Einen ganz neuen Sound verliehen bekam der vielleicht nicht so bekannte Song „Killing in the Name“ von Rage Against the Machine. Und das hätte sich Antonio Giacomo Stradivari wohl auch nie gedacht, dass auf seinem weltberühmten Musikinstrument der Michael Jackson -Hit „They Don't Care About Us“ erklingen würde.
„Das Leben ist nicht immer einfach, aber die Musik ist immer für uns da.“, erklärte David Garrett und zitierte dazu passend den Text von John Miles aus dem Song „Music“: „Music was my first love and it will be my last. Music of the future and music of the past. To live without my music would be impossible to do. In this world of troubles, my music pulls me through". – Diesen Worten ist nichts mehr hinzuzufügen. Und so genossen die anwesenden Fans und Musiker auf der Bühne gleichermaßen diesen wunderbaren Song in vollen Zügen. Das „Explosive Live!“-Konzert endete Samstagabend in der Wiener Stadthalle so wie es begonnen hatte: fulminant! Zum musikalischen Feuerwerk gab es jede Menge Pyrotechnik und den obligatorischen Goldregen.
Auch ein Superstar wie David Garrett war von der „Wahnsinnsstimmung“ sicht-
lich überwältigt. Genau solche Abende geben ihm Kraft, um weiterhin an tollen
  Projekten arbeiten zu können, lies er seine Fans wissen. Mit dem Whitney Houston-Mega-Hit „One Moment in Time“ als Zugabe verabschiedete sich Garrett nach rund zweieinhalb Stunden von seinen Wiener Fans. Das restlos begeisterte Publikum bedankte sich mit minutenlangen Standing Ovations für den unvergesslichen Abend und frenetischer Applaus geleitete den Geigenvirtuosen von der Bühne.
Erst nachdem die Lichter in der Halle angingen verstummte langsam der Beifall und die Fans machten sich glücklich auf den Heimweg. Wir freuen uns schon jetzt auf ein baldiges Wiedersehen bzw. Wiederhören in Wien!

Fazit:
Wenn David Garrett eine neue Tournee ankündigt, dann ist eins garantiert: Es wird gigantisch! Und er hielt sein Versprechen! Sein eigener hoher Anspruch und die Freude an Präzision zogen sich wie ein roter Faden durch die gesamte Produktion. Mit einer gelungenen Kombination aus klassischer und zeitgenössischer Musik und Spektakel bot das rund zweieinhalbstündigem „Explosive Live!“-Konzert viel Abwechslung.
David Garrett geigte auf einer Centerstage mit einem um 360 Grad drehenden Bühnenpodest, dass von jedem einzelnen Platz eine perfekte Sicht auf die spektakuläre Bühnenshow garantierte. Der Stargeiger führte persönlich durch den emotionsgeladenen Abend und wirkte im legeren T-Shirt unter dem schwarzen Sakko und coole Boots ein wenig schüchtern. Im „Zentrum des Geschehens“ bearbeitete Herr Garrett seine Geigen – mal streichelte er die Saiten zärtlich, im nächsten Moment entlockte er seiner Stradivari entfesselte Pop- und Rock-Töne. Eigens für die Tour hatten David Garrett und seine Band noch einmal Eigenkompositionen und zahlreiche Coverversionen aus ganz unterschiedlichen Stilrichtungen und Epochen neu arrangiert. Dabei ist ein facettenreiches Programm, bestehend aus Songs mit pulsierenden House-Rhythmen, poetischen Balladen, romantischer Filmmusik, kraftvollen Pop- und Rockhits, feiner Kammermusik bis hin zu traumhaften klassischen Meisterwerken, entstanden.
Tatkräftige Unterstützung kam von seiner fünfköpfigen Band und großem Orchester. Sein „Dream-Team“ bestehend aus fünf Musikern (Franck van der Heijden (Dirigent, Arrangeur, Musical Director, Gitarre), John Haywood (Keyboard, Piano), Marcus Wolf (Gitarre), Jeff Allen (Bass) und Jeff Lipsten (Schlagzeug)) ist sowieso schon seit vielen Jahren perfekt aufeinander eingespielt und jedes Soli bekam euphorischen Beifall. Die „Neue Philharmonie Frankfurt“ schaffte mühelos die Sprünge zwischen zarter Klassik und expressivem Pop/Rock.
Sängerin Edita bereicherte die Show mit zwei Gesangseinlagen. Für die tänzerischen Einlagen sorgte bei einigen Stücken das Deutsche Fernsehballett. Das sechsköpfige Ensemble (vier fragile Tänzerinnen und zwei Tänzer) in lasziven Kostümen tanzte im Halbkreis auf der Bühne sexy Choreografien. Vor allem Zuschauer, die ihre Plätze auf der Westseite hatten (wo sich die etwas günstigeren Plätze befanden), waren von der zusätzlichen „optischen Darbietung“ begeistert. Abgerundet wurde die beeindruckende Show durch eine exzessive Pyrotechnik rund um die Bühne. Über den Musikern schwebten gigantische Spotlight-Ringe, die für die passenden Lichteffekte sorgten.
Fannähe war David an diesem Abend besonders wichtig, immer wieder verließ er die Bühne um zwischen die Reihen durchspazieren, da blieb auch Zeit für Selfies mit dem Superstar. Den Star auf der Violine spielen zu sehen und zu hören, war – zugegeben – ein Augen- und Ohrenschmaus. „Brillant, wundervoll, atemberaubend, überwältigend!“, so die einhelligen Kommentare der begeisterten Garrett-Fans nach seinem Wien-Auftritt.

Zusatzkonzert:
Bereits am 3. Dezember 2016 triumphierte der Starviolinist bei seinem ausverkauften „Explosive Live!“-Konzert in Wien. Aufgrund der großen Nachfrage an der neuen Crossover-Show war ein Zusatzkonzert nahe liegend. Am 23. April 2017 setzte David Garrett seinen Erfolg in Wien fort. Zusätzlich zu den bereits bekannten Highlights hatte der deutsch-amerikanische Musiker an diesem Abend noch eine weitere Überraschung parat. Da bei David Garrett Musik in der Familie liegt, brachte er seine „kleine“ Schwester Elena nach Wien mit. Die ausgebildete Jazz-Pianistin, Komponistin und Sängerin geht ihren eigenen musikalischen Weg und schreibt alle Songs selbst. Von ihrem vielseitigem Talent konnte man sich selbst überzeugen, denn sie sang „Nie da“ aus ihrem Debütalbum („Elena“, VÖ: 13.05.2016, Deag Music (Sony Music)) und begleitete sich selbst am Klavier. Für den charmant-witzigen Text und die locker-leichte Melodie gab es vom berühmten Bruder und den Wiener Konzertbesuchern gleichermaßen begeisterten Applaus. Auch wenn an diesem Abend ein paar wenige Plätze frei blieben, wollten sich viele Fans dieses Bühnenspektakel nicht entgehen lassen und auch an diesem Konzertabend war die Stimmung wieder bombastisch. Ein weiteres „outstanding“ Konzert!

Webtipps:
www.david-garrett.com, http://www.elena-singt.de

Insidertipp:
Klassik macht Spaß! Das ist seit vielen Jahren die Botschaft von David Garrett. Davon können sich alle Musikliebhaber selbst überzeugen, denn für April 2018 sind bereits zwei Klassik-Konzerte im Wiener Konzerthaus in Planung. Bald heißt es wieder: Karten sichern!
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