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EVENT- & GOURMET-TIPP: CIRQUE NOUVEL – eine hochkarätige Dinnershow
Text: Andrea Beckert; Fotos: Andrea Beckert (4), Copyright: Cirque Nouvel / Fotos: Philipp Hutter (9), Buch-Cover: Verlag Braumüller
Ein Gala-Dinner mit hohem Unterhaltungswert, garniert mit atemberaubender Artistik und Gänsehaut als Beilage, so präsentiert sich
Cirque Nouvel, die Nachfolgeshow von Cirque à la Carte.
Ort des phantasievollen Geschehens ist die Arena Nova in Wiener Neustadt. Produzentin Elisabeth Wimmer und die künstlerische Leitung Domino und Tom Blue setzen bei der neuen Produktion ihr Markenzeichen – waghalsige, atemberaubende Luftartistik in schwindelerregender Höhe – fort. Bleibende Eindrücke hinterließen am Premierenabend nicht nur spektakuläre Kunststücke am „seidenen Faden“ (Tuch), sondern auch anmu-
tige mit Spannung kombinierte Showeinlagen, die unglaubliche Kraft, Mut, Beweglichkeit und Körperbeherrschung den Artisten abverlangten. Der Spagat zwischen modernem Märchen und Broadway-Musical-Flair ist gewagt, trifft aber garantiert den Geschmack eines breiten Publikums. Die Premiere war eigentlich die Generalprobe, da sah man augenzwinkernd bei kleinen „Kinderkrankheiten“, wie beispielsweise beim teilweise unkoordiniertem Servicepersonal und kleineren technischen Problemen, gerne hinweg, die sich sicherlich mit der Routine von selbst „heilen“. ;-) |
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Fazit: Die begnadete Sängerin Domino Blue zog die Premierengäste mit ihrer kräftigen Stimme in den Bann, auch wenn ihre minutenlangen Lieder in frem-
der Sprache bald langatmig wurden. Musicalstar Maya Hakvoort und Radio Niederösterreich Modera-
tor Thomas Schwarzmann führten mit viel Charme durch den abwechslungsreichen Abend.
Zum altbewährten Team gehört auch heuer der ambi-
tionierte Koch Bernie Rieder, der wieder schmack-
hafte Kreationen auf die Teller zaubert.
Das 25-köpfige Ensemble verwandelte die Arena Nova in eine mystische Welt. Schon die artistische „Vorspeise“ begeisterte mit ersten Highlights am Bo-
den und in schwindelerregender Höhe: Handstand-
artisten beeindruckten mit Kraft und Körperbeherr-
schung, grazile Luftringartistinnen vereinten Anmut, Ästhetik und Eleganz, mit unglaublicher Körperkon-
trolle zogen sich Strapaten Artisten am Seidentuch mit scheinbarer Leichtigkeit hoch und sausten da-
nach kopfüber dem Boden entgegen. Vor allem der zweite Teil mit eindrucksvoller Feuershow von den Phoenix Firedancers und dem Fire Cube machten diesen Abend zur Superlative. Für kraftvolle Rhyth-
men während der Show sorgten The Drumatical Theatre, die von einem ausgeklügelten Lichtkon-
zept unterstützt wurden. Im letzten Teil versammel-
ten sich alle Artisten zum großen Finale auf der Büh-
ne und zeigten nochmals ihr spektakuläres Können. |
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Inhalt: Das Moderatoren-Duo begrüßt mit „There's No Business Like Show Business“ die erwartungsvol-
len Besucher und stimmen auf einen Abend voller akrobatischer und kulinarischer Hochgenüsse ein. Galant entführt Maya Hakvoort die Gäste in ein frem-
des Land. In der prächtigen Wüstenstadt Oasis leben Sandbewohner in Überfluss und Reichtum. Die Pries-
terin des Wassertempels warnt ihr Volk, wenn dieses keine Ehrfurcht vor der Natur hat. Doch das Volk will nicht hören, so geschieht was nie geschehen sollte, die ewige Quelle zieht das Wasser zurück.
Nach der kulinarischen Vorspeise gesteht der Musi-
cal-Star „Diamonds Are a Girl's Best Friend“ sind. Zu-
rück zur Geschichte: Die einst schöne Stadt hat an Glanz verloren. Daher schickt die Priesterin Tempel-
kinder auf die Suche nach der unterirdischen Quel-
le, den Ursprung des Lebens. Die Tempelkinder müs-
sen an feurigen Hindernissen vorbei und finden ei-
nen erstarrten Tempel. Doch können die Tempelkin-
der durch Berührung die Quelle freigeben? – Es folgt ein mindestens genauso spektakulärer Hauptgang bevor das große Finale von den beiden Moderatoren swingend mit „Somethin' Stupid“ eröffnet wird. Nur soviel, langsam neigt sich die Geschichte dem Hap-
py end zu, die Tempelkinder kehren nach Oasis zu-
rück und wie durch Zauberhand erwacht die Natur. Ein echter Genuss ist die artistische und kulinar-
ische Nachspeise, welches von Maya Hakvoort mit „My Heart Will Go On“ musikalisch versüßt wird. ;-) |
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Kulinarische Highlights von Bernie Rieder:
Auch bei Cirque Nouvel zaubert der „junge Wild“ aus dem Burgenland neuen Kreationen auf die Teller, die Freude ist dabei ganz auf der Seite der Gäste:
_ Für einen perfekten Start auf höchstem Niveau sorgte die Vorspeise: der Marinierte Piestingtal-
Lachs ging mit einer vorzüglichen Avocadocreme eine geschmackliche wie optische Liaison ein.
_ Der Hauptgang war aufs Neue zufrieden stellend: Zum weich geschmorten Rindschulterscherzel (Rinderfilet – wie im Vorjahr – war es leider keines) gesellte sich ein besonders feines Selleriepüree.
_ Eine wahre Gaumenfreude war der krönende Ab-
schluss: vor allem ein exzellentes Nougatmousse mit Kaffeegelee und köstliche Kardamon-Zwetsch-
ken haben die Geschmacksknospen hoch erfreut.
Das Menü:
Vorspeise: Marinierter Piestingtal-Lachs mit Avoca-
docreme, roh mariniertem Fenchel und grüner Gasz-
pacho mit Sauerrahmschaum
Hauptgang: In brauner Sauerkirschensauce ge-
schmortes Rindschulterscherzel mit weißem Pfeffer-
schaum, Selleriepüree und schwarzen Nüssen
Nachspeise: Nougatmousse mit Kaffeegelee und Eierlikörschaum, Topfen-Nougatknödel mit Kader-
mom-Zwetschken
Neben dem Standard-Menü gibt es natürlich auch eine vegetarische Alternative und ein Kindermenü. |
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Ein illustres Interview mit Starkoch Bernie Rieder:
Etwas 2 Stunde vor geplantem Showbeginn trafen wir den Haubenkoch hinter der Bühne, der sich mit „Konkurrenz-Essen“ einer Fast Food-Kette („...mit Ge-
nuss hat das nichts zu tun...“) notgedrungen stärkte: Hallo und Mahlzeit! Du siehst ziemlich relaxed aus?
Ja, das bin ich noch, das ändert sich aber noch.
Ab wann steigt bei Dir der Stresspegel?
Ich glaube ab ca. 18:00 Uhr werde ich nervös, im Moment kann nichts passieren, das wichtigste ist, dass der Zeitplan aufgeht, weil wir nicht abschätzen können wie lange wir zum Anrichten von 550 Vor-
speisen brauchen. Das Produzieren ist abgeschlos-
sen, bis auf die Hauptspeise, die machen wir ganz frisch. Siehst eh, da sind noch die rohen Gemüse-
dinger, mit denen beschäftige ich mich später. Die Stoppuhr ist mein größter Feind und mein Liebling zugleich.
Wie viele Personen unterstützen Dich in der Küche?
10, eigentlich verhältnismäßig wenig, mir ist es wichtig ein kleines überschaubares Team zu haben. Zum Anrichten kommen noch 10 Personen.
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Wann habt Ihr zum Vorbereiten begonnen?
Das zieht sich schon über 4 Tage. Der Fisch muss 24 Stunden marinieren, die Sauce dauert 4 Tage, gestern wurde das Fleisch vorgeschmort, das geht fast die ganze Nacht durch. Die Küche ist für 60 Per-
sonen ausgerichtet, und die Küche wachst nicht mit auch wenn Du für 600 Personen kochst, das heißt, Du musst noch mehr denken und organisieren.
Verköstigst Du auch die Künstler?
Wir machen das immer so, dass die Sachen, die nach jedem Gang überbleiben, bekommen die Künstler. Wir haben immer etwas in Reserve, wir können die ja nicht verhungern lassen, die brauchen ihre Kraft für die spektakulären Dinge da draußen.
Wann hast Du mit der Menüfolge begonnen?
Das war im Juni, das bedarf wirklich viel Vorberei-
tungszeit, weil es vom Thema her wichtig war, dass wir niederösterreichische Produkte verwenden, dann brauchst Du schon ein halbes Jahr bis Du Dei-
ne Lieferanten findest, Dir diese Mengen an Fleisch, Fisch und Qualität garantieren können.
Was war zuerst, die Zutaten oder die Inspiration?
Ich muss Dir ganz ehrlich sagen, in der heutigen |
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Zeit ist es so, Du bekommst für das Menü ein Bud-
get, das Thema war Niederösterreich, dann suchst Deine Lieferanten aus, und dann schauen wir was unterm Strich herauskommt, damit sich die finanziel-
le Seite auch noch rechnet. Da kommt die Inspira-
tion ziemlich weit hinten. Der Verkaufspreis ist heuer auch etwas billiger als im Vorjahr und dann muss man leider Abstriche machen. So, jetzt bin ich satt. (lacht)
Ein hungriger Koch ist selten, wenn ich koche und abschmecke, dann bin ich meistens nachher satt.
Mir geht es genauso, was Du hier siehst, ist eigent-
lich schon sehr viel Logistik, da kommt nur mehr das feine Abschmecken, wir haben ja schon den ganzen Tag davor im Hotel gekocht, dann löffle ich den gan-
zen Tag, koste hier und dort, ich habe nie Zeit, dass ich mich hinsetzte und das ganze in Ruhe genieße.
Dann genieße noch die Ruhe vorm Sturm. ;-)
Danke.
Übrigens, um 19:00 Uhr war Herr Rieder noch immer relaxed, führte Schmäh, während viele fleißige Hän-
de bereits arbeiteten. ;-) |
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Cirque Nouvel-Termine 2012: 07., 13., 14., 20. & 21.01.12
Arena Nova
Rudolf Diesel-Straße 30, 2700 Wiener Neustadt
Einlass: 18:00 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr
Tickets: Die Karten sind in den Kategorien Silber, Gold und Diamant erhältlich. Im Preis inkludiert sind immer ein Sitzplatz in der jeweiligen Kategorie, die Show und das Galamenü. Je nach Kategorie sind weitere Serviceleistungen inkludiert. Am Tisch ist freie Sitzplatzwahl!
Vorverkauf: Tickets sind unter www.oeticket.com, telefonisch +43 (1) 96096, und bei allen Österreich- Ticket-Verkaufsstellen, sowie unter der Arena Nova Hotline +43 (2622) 22360-0 und per Email an office@arenanova.com erhältlich.
Web-Tipps: www.cirque-nouvel.at, www.arenanova.com |
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Weihnachtsgeschenktipp:
Wer kochen können möchte wie Bernie Rieder, der kann dies durch nachkochen von Rezepten aus seinem aktuellen Kochbuch „Oma.Koch.Buch“ lernen.
Oma.Koch.Buch
Autor: Bernie Rieder
Verlag: Braumüller
246 Seiten, Hardcover mit SU
Erscheinungstermin: 03.11.11 |
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