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EVENT-TIPP:
KEINE RUH‘ FÜR‘S DONAUWEIBCHEN – eine turbulente Sagen-Komödie mit Musik sorgt für viele Lacher im Publikum!

Text: Andrea Beckert, Fotos: Rolf Bock

Märchen beginnen so gut wie immer mit den Worten: „Es war einmal ...“ Und so soll auch diese Geschichte bzw. dieser Nachbericht beginnen: Es war einmal ... vor gar nicht allzu langer Zeit (am 16. Juli 2019) an einem gar nicht allzu fernen Ort (im Treisenhoferhof in Weißenkirchen in der wunderschönen Wachau, Niederösterreich) an einem lauen Sommerabend eine umjubelte Welturaufführung. Ein berühmter, erfolgreicher Intendant (Marcus Strahl) gab für sein 15-jähriges Festspieljubiläum eine Komödie in Auftrag. Zahlreiche prominente Persönlichkeiten aus Kultur, Politik, Wirtschaft, Presse und viele Freunde wollten bei diesem Ereignis dabei sein, und so reisten sie aus nah und fern an und wurden vom idyllischen Spielort sowie einer lustigen Handlung verzaubert. Zehn tolle Schauspieler, darunter eine lebende Legende mit 92 Jahren (Waltraut Haas) und viele Publikumslieblieblinge (Serge Falck, Stephan Paryla-Raky u..m.), taten, was sie am besten konnten – schauspielen, singen, tanzen, streiten und lieben, in Ohnmacht fallen – das alles mit Elan und vollem Körpereinsatz auf den Brettern, die die Welt bedeuten, in den imposanten Arkaden und an einem Platz hoch über der Bühne. Die geladenen Gäste waren begeistert. Weil sich das Ensemble von „Keine Ruh‘ für‘s Donauweibchen” bester Gesundheit erfreut und am Premierenabend für zahlreiche Lacher im Publikum sorgte, steht die Musikkomödie noch (bis 24. August 2019) am Spielplan der 15. Wachaufestspiele in Weißenkirchen. Prädikat: Vergnüglich!
Waltraut Haas Sommerzeit ist Festspielzeit – auch in der Wachau. Sie wollen der Hitze in der Stadt entfliehen? Unser Tipp: Fahren Sie nach Weißenkirchen, denn dort spielt man im idyllischen Treisenhoferhof unter freiem Himmel (bei Schlechtwetter in der Wachauhalle) eine sommerlich-leichte Komödie mit Musik: „Keine Ruh‘ für‘s Donauweibchen“.

Inhalt:
Ort der Handlung:
Weißenkirchen
Zeit: Die Geschichte spielt zur Zeit der Napoleonischen Kriege, kurz nach der legendären Schlacht bei Dürnstein. (1805)
Eine liebenswürdige Schauspiel-Ikone (Waltraut Haas) erscheint auf der Bühne und schlägt ihr Märchenbuch auf. Auf berührende Weise führt die Erzählerin die Zuschauer in die traumhafte Welt des Donauweibchens: „Es war einmal ...“
Der Krieg in Dürnstein, wo Franzosen unter Napoleon gegen die Russen kämpfen, hinterlässt seine Spuren, so auch im kleinen Wirtshaus „Zum Donauweibchen“. Hier regiert die resolute Wirtin und Witwe Mizzi Rosenberger (Michaela Ehrenstein). Die Vorräte sind knapp geworden, deshalb kredenzt sie ihren Gästen vorzugsweise Knödel mit Knödel und Einbrenn‘, dazu gibt es reichlich Wein und Marillenschnaps aus der Region. Ihr zur Seite steht die junge quirlige Schankgehilfin Lisa Kropf (Katrin Fuchs), die auf einen Hochzeitsantrag, der ganz konkreten sein soll, wartet. Dafür gäbe es einen geeigneten Kandidaten – der ledige Weinhauer Leopold Hörmer (Serge Falck). Er hat bereits ein Auge auf die hübsche Kellnerin geworfen. Doch der verschwenderische Privatier Martin Stierschneider (Martin Gesselbauer) kommt ihm zuvor, und will Lisa in seine Heimat Bayern entführen.
Auf der Suche nach ihrem verschollenen Verlobten landet die heißblütige Russin Olga Baranowa (Leila Strahl) samt trinkfreudigem Diener Dimitri (Stephan Paryla-Raky) in Weißenkirchen. Als auch noch die Tasche mit Olgas ganzen Barvermögen spurlos verschwindet, ist das Chaos perfekt.
Die reiche Russin, dessen Verlobter sie nachweislich betrogen hat, und der verbitterte Weinbauer, der seiner großen Liebe Lisa nachtrauert, stürzen sich gemeinsam mit gebrochenen Herzen in die Donau. Doch dagegen hat das Donauweibchen (Eva-Christina Binder) etwas. Es rettet die beiden vor Liebeskummer gebrochenen Personen aus den Fluten und beginnt seine Fäden zu ziehen.
Auch der leidenschaftliche Fischer Jakob Brösel (Michael Duregger) hat trotz seiner Gedichte kein Glück bei den Frauen. Die alte, geheimnisvolle Eremitin Annamirl (Margot Ganser-Skofik) bemüht sich vergebens, mit Lebensweisheiten einzugreifen.
Immer tiefer geraten die Protagonisten ins unentrinnbare Geflecht großer Gefühlsver-
strickungen. Die Nerven liegen blank, die Herzen beben und brechen, die Existenzen wackeln. Das Donauweibchen beginnt nach Lust und Laune zu verkuppeln … die unge-
wöhnlichsten Verbindungen entstehen … und schließlich finden sich all jene, die zusammengehören… und leben glück weiter bzw. stehen noch bis. 24. August 2019 auf der Bühne in Weißenkirchen.

Ganz konkret (Fazit):
Die Wachau ist eine Reise wert. Nicht nur wegen den idylischen Weinbergen neben der Donau, der guten Luft, der herzhaften Kulinarik, sondern auch wegen der Kultur – wie zum Beispiel in Weißenkirchen.
Unter der erfolgreichen Intendanz von Marcus Strahl gehen heuer die Wachaufestspiele in die 15. Runde, und aus diesem Anlass hat der Intendant eine lustige Komödie in Auftrag gegeben. Autorin Susanne Felicitas Wolf erzählt in ihrem musikalischen Märchen für Erwachsene „Keine Ruh für’s Donauweibchen“ von wundersamen Begebenheiten in Weißenkirchen. In ihrer unterhaltsamen Komödie im Stile Nestroys dreht es sich um die Legende rund um das sagenumwobene Donauweibchen, welches alle 20 Jahre aus der Donau steigt, um die Menschen zu retten. In der Inszenierung von Serge Falck, der bei seinem Regiedebüt auch als verzweifelter und von Liebeskummer geplagter Weinhauer Leopold Hörmer auf der Bühne steht, nimmt das Geflecht großer Gefühlsverstrickungen rasch Fahrt auf und beinhaltet so manche Überraschung.
Im Jubiläumsjahr der Wachaufestspiele Weissenkirchen ist 2019 auf der Bühne von Martin Gesslbauer und in den Kostümen von Christine Zauchinger ein spielfreudiges Ensemble zu sehen. In der Rolle der einfühlsamen Erzählerin brillierte einmal mehr Schauspiel-Ikone Waltraut Haas, und bekam bei ihrem Premierenauftritt frenetischen Applaus (noch bevor sie auch nur ein Wort sprach). Michaela Ehrenstein begeisterte als resolute Mizzi Rosenberger, Inhaberin des Gasthofs „Zum Donauweibchen“. An ihrer Seite mimte Katrin Fuchs die junge, quirlige, leichtgläubige Schankgehilfin Lisa Kropf, die ganz konkret, möglichst bald und reich unter die Haube kommen möchte. Leila Strahl zeigte als wohlhabende, russische Witwe Olga Baranowa ihre energische und im Verlauf des Stückes auch ihre verletzliche Seite. Publikumsliebling Stephan Paryla-Raky spielte diesmal aus seinem breiten Repertoire Olgas trinkfreudigen Diener Dimitri Zarevskij mit besonders viel Engagement. Beide überzeugten als (fast) waschechte Russen mit einwandfreiem Akzent. Martin Gesslbauer verdrehte als Martin Stierschneider, ein Privatier und Vatersöhnchen aus reichem Haus, Lisa den Kopf. Euphorisch verkörperte Michael Duregger den tollpatschigen Fischer Brösel, der trotz seiner poetischen Gedichte kein Glück bei den Frauen hat. Margot Ganser-Skofic hatte als energische Frau Annamirl, eine weise Eremitin, so manche Lebensweisheit parat. Eva-Christina Binder beeindruckte durch ihre zauberhafte Darstellung des Donauweibchens und ihrer elfenhaften Ausstrahlung.
Unter der musikalischen Leitung von Elena Gertcheva begleitete ein kleines, feines Orchester (Elena Gertcheva, Gudula Urban, Winfried Aichner, Balazs Schwartz) das Geschehen auf der Bühne und sorgte mit harmonischen Arrangements für passende Untermalung. Der wunderschöne Teisenhoferhof wurde als Teil des Bühnenbildes bespielt, auch die mit üppigen Blumen und Maiskolben dekorierten Arkaden. Licht- und Tontechnik unterstützen perfekt das turbulente Treiben auf der Bühne. Und so fügt sich alles zu einem amüsanten Theaterstück.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim sommerlich-leichten Kulturgenuss mitten in einer malerischen Kulisse bei den 15. Wachaufestspielen in Weißenkirchen.

UNISEX-Bewertung: 3,5 von 5 süßen Marillen, bzw. 3,5 von 5 Punkte

Wachaufestspiele Weißenkirchen
„Keine Ruh‘ für‘s Donauweibchen”

Treisenhoferhof (bei Schlechtwetter in der Wachauhalle), 3610 Weißenkirchen

Geschlossene Premiere: 16.07.19
Weitere Termine:
Beginn um 20:00 Uhr:
19., 20., 26., 27.07. // 02., 03., 15, 16., 17., 23., 24.08.19
Beginn um 19:00 Uhr: 21., 28.07. // 04., 18.08.19
Beginn um 16:00 Uhr: 17., 24.08.19

offizielle Website: www.wachaufestspiele.com
Eva-Christina Binder
Katrin Fuchs, Martin Gesslbauer, Serge Falck und Stephan Paryla-Raky Katrin Fuchs und Eva-Christina Binder
Stephan Paryla-Raky und Leila Strahl Stephan Paryla-Raky und Martin Gesslbauer
Stephan Paryla-Raky, Michaela Ehrenstein, Katrin Fuchs, Leila Strahl und Serge Falck Serge Falck, Eva-Christina Binder und Leila Strahl
Martin Gesslbauer und Katrin Fuchs  Stephan Paryla-Raky und Michaela Ehrenstein
Ensemble Waltraut Haas und Eva-Christina Binder
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