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KODO – One Earth Tour 2026 „Luminance“
EVENT-TOPTIPP: KODO – One Earth Tour 2026 „Luminance“ – Präzision, Dynamik, Ästhetik und Ausdauer!
Text: Andrea Beckert, Fotos: © Wiener Konzerthaus / Andrea Humer

Wien, 24.02.2026. Kodo gilt als Inbegriff der japanischen Trommelkunst. Seit über 45 Jahren erforscht das Ensemble das Potenzial dieser Kunstform und lässt sich dabei von der Kraft und Schönheit seiner Heimat, der Insel Sado im Japanischen Meer, inspirieren.
Im Rahmen der aktuellen Kodo One Earth Tour „Luminance“ gastierte Kodo am 23. Februar 2026 im Wiener Konzerthaus. Als die legendären japanischen Taiko-Trommler ihre Instrumente kraftvoll spielten, vibrierte die Luft, bebte der Boden und jeder Schlag war im ganzen Körper spürbar. Das Publikum zeigte sich erneut begeistert von der einzigartigen Präzision, Dynamik, Ästhetik, rhythmischen Kraft sowie der außergewöhnlichen Körperbeherrschung und Disziplin der japanischen Trommelpioniere. Prädikat: Faszinierend!
Über Kodo:
Im Japanischen hat das Wort Kodo eine doppelte Bedeutung. Es kann mit „Herz-schlag“ übersetzt werden, der als Urquelle allen Rhythmus gilt. Der Name der Gruppe wird jedoch mit zwei japanischen Schriftzeichen geschrieben: „ko“ be-deutet Trommel, „do“ Kind. Diese Kombination drückt den Wunsch von Kodo aus, die Trommeln mit dem Herzen eines Kindes zu spielen.
Die rund fünfzig Mitglieder der Kodo-Truppe, darunter etwa fünfundzwanzig aktive Bühnenmusiker, führen auf der Insel Sado ein strenges und genügsames Gemeinschaftsleben. Ihr monatelanges, diszipliniertes Training beginnt jeden Morgen früh mit einem 10-Kilometer-Lauf, gefolgt von intensiver musikalischer Arbeit. Dank dieser Lebensweise und der konsequenten Anwendung dieser Prin-zipien entfalten sich die ästhetischen Werte, die durch Kodo bekannt wurden, zunehmend: makellose Virtuosität, beeindruckende Energieentfaltung, aus-drucksstarke Dynamik sowie ein sicheres Gespür für Aufführungspraxis. Hinzu kommt ein choreografisches Feingefühl, das eine perfekte Beherrschung jeder Geste mit sich bringt.
Seit ihrem Debüt bei den Berliner Festspielen im Jahr 1981 hat die Gruppe Kodo mehr als 7.500 Auftritte auf allen fünf Kontinenten absolviert. Die Meister der Taiko-Kultur verbringen etwa ein Drittel des Jahres im Ausland, ein weiteres Drittel auf Tournee innerhalb Japans und das verbleibende Drittel mit Proben sowie der Vorbereitung neuen Materials auf der Insel Sado.
Für das neue Programm hat Kodo die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten der traditionellen japanischen Trommel, der Taiko, erforscht und weiterentwickelt. Die Ergebnisse der Arbeit hat die Gruppe in ihrer neuen mannigfaltigen Produk-tion „Luminance“ zusammengeführt.

Über Luminance:
Das Programm „Luminance“ vereinte Klassiker mit neuen Werken. Mit einem „Prologue“, ein Stück für Flöte und Trommel, startete das Konzert-Highlight. Danach folgte „Shine a light“, welches vom künstlerischen Leiter Yuki Hirata komponiert wurde und Hoffnung symbolisierte. Für Begeisterung im Publikum sorgten das festliche „Rejoice“ und das eingängige „Stride“. Umjubelt waren auch neue Kompositionen, wie „Sepia foothills“, „Kiyari“ und „Miyake“ (zwei raditionelle Lieder, die von Kodo für die Bühne arrangiert wurden) und E from „Oni“. Zu den Höhepunkten zählte das Meisterwerk „Monochrome“ von Maki Ishii, das sich durch seine Klangfarben und pure Energie auszeichnet und im Jahr 2026 sein 50-jähriges Jubiläum feiert.
Das vierzehnköpfige Ensemble zelebrierte ein fein abgestimmtes Rhythmus-spektakel. Mit verschiedenen Schlägeln und Klöppeln erzeugten sie Klänge, die von sanft und verspielt bis wuchtig und mitreißend reichten. Dabei demonstrier-ten sie eindrucksvoll, wie unterschiedlich kleine, mittelgroße, große und gigan-tische Trommeln klingen können.
  Der Korpus der Taiko-Trommel wird aus einem einzigen Holzstück des Kejaki-Baums geschnitzt und dann mit Fellen aus Pferde- oder Rinderhäuten bespannt. Laut Kodo ähnelt ihr Klang dem Herzschlag der Mutter, wie ihn ein Kind im Mut-terleib wahrnimmt. Lange Zeit galten die großen Taiko-Trommeln als Domäne der Männer. Kodo hat diese Tradition behutsam durchbrochen. Die weiblichen Darstellerinnen beeindruckten sowohl durch kraftvolles und körperlich an-spruchsvolles Trommelspiel als auch durch filigrane Bewegungen.
Natürlich beinhaltete das Programm auch ein virtuoses O-daiko-Trommelsolo. Die riesigen Fass-Trommeln messen 120 cm im Durchmesser und wiegt mehr als 300 Kilo. Die Trommler spielten ihr Instrument dabei in einer körperlich äußerst anstrengenden, aufrecht gehaltenen Liegeposition.
Abgerundet wurde das Programm durch weitere traditionelle japanische Instru-mente, darunter das Shamisen, ein dreiseitiges Saiteninstrument aus dem 16. Jahrhundert mit charakteristischen Klängen, sowie durch die Shinobue-Flöte.
Im zweiten Teil brachten im Stück „Demon scales“ vier farbenfrohe Dämonen in folkloristischen Kostümen dem anwesenden Publikum Freude und Glück.
Die Krönung aller Trommeln stellte die über eine Tonne schwere Yatai dar, die auf einem Handwagen befestigt war. Das traditionelle, mitreißende Finale „Yatai-bayashi“ wurde mit frenetischem Applaus gefeiert.
Bei der Zugabe „Yui“ war die Freude der gesamten Trommelgruppe am gemein-samen Spiel deutlich im Gesicht abzulesen. Das Wiener Publikum war voller Be-geisterung und bedankte sich nach etwa 120 Minuten (inkl. einer Pause) mit lang anhaltenden Standing Ovations beim japanischen Trommel-Ensemble.

Fazit:
Kodo steht vor allem für traditionelle Trommelkunst, aber auch für komplexe Rhythmen, brillante Präzision, pulsierende Energie und einen unerschöpflichen Klangreichtum. Die Geschicklichkeit und Geschwindigkeit der Musiker*innen waren so beeindruckend, dass ihre Bewegungen mitunter kaum mit den Augen zu verfolgen waren. Davon konnten sich die Fans gestern Abend im Wiener Konzerthaus persönlich überzeugen. Herzlichen Dank, es war wie immer ein famoses Kodo-Konzert!

UNISEX-Bewertung: 5 von 5 Trommelschläge bzw. 5 von 5 Punkte

23.02.26, Wiener Konzerthaus, Großer Saal
Lothringerstraße 20, 1030 Wien, www.konzerthaus.at

Web-Tipp: Kodo-eNews, Tourdaten, Videos, zahlreiche Fotos, Kodo-Webshop, iTunes Music Store und weitere Informationen zur japanischen Trommel-Sensation finden Sie unter www.kodo.or.jp (in japanisch und englisch) und unter www.kodo.ch (in deutsch für die Schweiz).
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