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Lumpazivagabundus
EVENT-TOPTIPP: LUMPAZIVAGABUNDUS – das „liederliche Kleeblatt“ zieht ins Wiener Metropol ein!
Text: Andrea Beckert, Sujet: Theaterverein Wiener Metropol, Fotos: Wiener Metropol / Rene Brunhölzl

Wien, 02.10.2026. Am Donnerstagabend, dem 1. Oktober 2026, feierte Johann Nestroys „Lumpazivagabundus“ in einer neuen musikalischen Komödien-fassung von Prinzipal Peter Hofbauer im Wiener Metropol seine mit Begeisterung aufgenommene Premiere.
Die bekannte Zauberposse, die am 11. April 1833 im Theater an der Wien uraufgeführt wurde, erzählt von einer Wette im Feenreich über den Einfluss von Geld und Liebe auf die Menschen. Drei mittellose Handwerksgesellen – Knieriem, Leim und Zwirn – gewinnen 100.000 Gulden mit einem Los. Doch der Umgang mit Geld entpuppt sich für die meisten als schwierig. Wer kann sein unerwartetes Glück weise nutzen? Wer bleiben unverbesserlich, verjubelt sein Vermögen und verfällt wieder der Armut?
Ein bewährtes Leadingteam sowie ein herausragendes Ensemble unter der Regie von Peter Kratochvil sorgten für beste Unterhaltung während der Pre-miere. Das Publikum, darunter zahlreiche prominente Gäste aus Kultur, Politik und Wirtschaft, bedankte sich mit frenetischem Applaus.
Wer diese schwungvolle und humorvolle Komödie mit den Melodien von Carl Michael Ziehrer erleben möchte, hat noch bis zum 25. Oktober 2026 die Gelegenheit dazu. Für die verbleibenden Vorstellungen sind nur noch Restkarten erhältlich. Prädikat: Entzückend!
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RABATTCODE für UNISEX-Leser*innen:
Für „Lumpazivagabundus“ erhalten Sie mit dem Codewort „UNISEX“ 20% Ermäßigung auf Vorstellungen vom 14. bis 24. Oktober 2026 für Karten der Kategorien 2 und 3. Nur im Wiener Metropol Kartenbüro in der Hernalser Hauptstraße 55 von Montag bis Freitag von 14:00 bis 18:00 Uhr, telefonisch unter +43 1 / 407 77 407 zu den Öffnungszeiten und per E-Mail an tickets@wiener-metropol.at einlösbar! Onlinekäufe sind ausgenommen. Solange der Vorrat reicht!
Inhalt:
Orte / Zeit: Feenreich, Ulm, Prag und Wien / Biedermeierzeit.
Das Stück beginnt im Feenreich, wo der böse Geist Lumpazivagabundus sein Unwesen treibt. Die Glücksfee Fortuna und Lumpazivagabundus wetten darum, ob drei Erdenbewohner durch einen Gewinn von 100.000 Gulden dauerhaft dem schlechten Einfluss entkommen können und das Geld sie zu besseren und glücklichen Menschen macht. Fortuna erklärt, dass sie sich zurückziehen wird, wenn zwei von ihnen ihr Glück zweimal hintereinander nicht wertschätzen und verarmt bleiben. Im anderen Fall wird Lumpazivagabundus für immer verbannt.
In einem Wirtshaus treffen zufällig drei Handwerksgesellen zusammen: der liebeshungrige Tischlergeselle Leim, der liebesdurstige Schneidergeselle Zwirn und der trinkfreudige Schustergeselle Knieriem. Fortuna sorgt dafür, dass sie in der Nacht dieselbe Glücksnummer 7359 träumen. Am nächsten Tag kaufen sie mit ihrem letzten Geld das Los und gewinnen tatsächlich den Hauptpreis. Sie teilen die 100.000 Gulden auf und versprechen, sich nach einem Jahr im Wirts-haus zu treffen, um zu sehen, was jeder mit seinem Glück gemacht hat, bevor sie sich trennen.
Der vernünftige Leim kehrt nach Wien zu seiner Geliebten Peppi Hobelmann zu-rück und investiert sein Geld klug. Er hält um ihre Hand an und findet schließ-lich die wahre Liebe.
Der Schneidergeselle Zwirn hingegen gibt sich in Prag als extravaganter Welt-mann „von Zwirn“ aus und wünscht sich sehnlich einen Adelstitel. Lumpazivaga-bundus arrangiert ein Treffen mit Signora Palpitti, Laura und Camilla, die Zwirn jedoch bis auf die Unterwäsche ausrauben.
Der Schustergeselle Knieriem bleibt seiner Liebe zum Alkohol treu und zieht von einem Weinkeller zum nächsten, überzeugt, dass die Welt bald durch einen Kometen untergehen wird.
Bei ihrem vereinbarten Treffen im Wirtshaus nach einem Jahr sind Zwirn und Knieriem wieder bettelarm. Der Hausherr liest einen angeblichen Brief Leims vor. Er sei angeblich bis auf 100 Gulden wieder arm und krank. Sofort beschlie-ßen seine Freunde, Leim die 100 Gulden zu bringen, um ihm zu unterstützen. Berührt von ihrer Freundschaft verspricht Leim, immer für sie zu sorgen. Doch Zwirn und Knieriem bleiben unverbesserlich und fallen erneut in ihre alten Muster zurück. Knieriem glaubt, dass sich eine Lebensänderung nicht lohnt, da bald der Komet kommt, und singt das passende „Kometen“-Lied.
Stellaris fordert Fortuna auf, ihre Niederlage einzugestehen.
Wird es Zwirn und Knieriem gelingen, trotz einer zweiten Chance ihre liederli-chen Gewohnheiten abzulegen und auf den Pfad der Tugend zu finden? Wer wird bei der Wette als Sieger hervorgehen? Und wer lacht am Ende? Schätzen die Menschen wirklich das Glück? Können sie, trotz finanzieller Mittel, aus ihren alten Verhaltensmustern ausbrechen? Nestroy behandelt in seinem Meisterwerk diese Fragen und die Zuschauer*innen im Wiener Metropol finden die Antworten in „Lumpazivagabundus“.

Fazit:
„Lumpazivagabundus“ ist ein kluges, humorvolles Stück mit tiefgründigen Lebensweisheiten. Hausherr Peter Hofbauer bewies mit seiner überarbeiteten Fassung sein feines Gespür für das Wiener Volkstheater. Die stimmige Produk-tion verwandelte das altbewährte Sprechtheater in ein kurzweiliges, buntes.
  Musiktheater. Peter Kratochvils temporeiche Inszenierung begeisterte im Metro-pol mit scharfzüngigem Humor, kritischem Blick auf die Gesellschaft und mora-lischen Lebensweisheiten.
Berühmt ist die Zauberposse in drei Akten auch für die darin enthaltenen sati-rischen Couplets, in denen aktuelle, gesellschaftliche oder philosophische Themen humorvoll besungen werden – wie „Der Leichtsinn ist mein Kumpan“, „Das Hobellied“ und „Wozu ist die Strasse da?“. Das „Kometenlied“, dargeboten von Knieriem, ist der Höhepunkt: „Die Welt steht auf kan Fall mehr lang!“ Die zeitlosen Melodien von Carl Michael Ziehrer wurden vom musikalischen Leiter Florian Schäfer neu arrangiert und von der fünfköpfigen Band famos zu Gehör gebracht. Die schwungvolle Choreografie stammte von Lisa Marie Rettenbacher.
Auch optisch überzeugte die Produktion: Beim Bühnenbild inkl. LED-Wände so-wie den detailgetreuen Kostümen im klassischen Biedermeier-Stil von Ilona Glöckel harmonierten Moderne und Tradition wunderbar. Nina Beck kreierte ein tolles Maskenbild, besonders die Maske von Andy Lee Lang war meisterhaft!
Andy Lee Lang sorgte in der verschmitzten, anarchistischen Titelrolle des bösen Geistes Lumpazivagabundus für Furore. Als „Herrscher des lustigen Elends“ und „Influencers der Lebenslust“ spielte er sein komödiantisches Talent voll aus. Mit seinem spitzbübischen Augenzwinkern verzauberte er nicht nur das liederliche Trio, sondern auch das Publikum. Auf der Bühne sprang er agil herum und bril-lierte mit seiner kräftigen Stimme in „Der Leichtsinn ist mein Kumpan“. Cha-peau! Im Mittelpunkt des Experiments der Feen steht das „liederliche Kleeblatt“ aus den Gesellen Knieriem, Zwirn und Leim. Martin Muliar avancierte als philo-sophierender Schustergeselle Knieriem, der nicht stur, sondern Meinungsstabil ist, zum absoluten Publikumsliebling und erhielt für sein pointiertes „Kometen“-Couplet tosenden Applaus. Florian Stanek verkörperte den schlaksigen Zwirn mit spielerischer Leichtigkeit, während er, sobald er Geld hat, in alte Laster – Verschwendung, Luxus und Frauen – verfällt und nach einem Jahr genauso arm und obdachlos ist, wie zuvor. Sein komödiantisches Timing war herausragend. Der stimmgewaltige Aris Sas brillierte als braver Tischlergeselle Leim, der an-fangs an einer vermeintlich unglücklichen Liebe zu Peppi, der Tochter des Meis-ters Hobelmann, leidet. Er nutzt das Geld weise, um als sesshafter Familienvater ein glückliches Leben zu führen. Nikolaus Raspotnik bewies enorme Wandlungs-fähigkeit in seiner Doppelrolle als mächtiger Feenkönig Stellaris sowie als wohl-habender Meister Hobelmann. Tania Golden als resolute Glücksgöttin Fortuna, Nazide Aylin als exzentrische Signora Palpitti und Birgit Scheibenreif als natür-liche Peppi überzeugten mit Gesang, Witz und Grazie. Das exzellente Ensemble rundeten Laura Luisa Hat und Michael Konicek in ihren verschiedenen Rollen ab.

Kurz gesagt: Der Premierenabend war voller mitreißender Musik, scharfsinni-gem Humor und tiefen Emotionen. Das begeisterte Publikum dankte dem be-währten Leadingteam und dem hochkarätigen Ensemble mit tosendem Applaus.

UNISEX-Bewertung: 4,5 von 5 Punkte

Lumpazivagabundus
01. (Premiere) – 04., 07. – 11., 14. – 18. & 21. – 25.10.26, Theaterverein Wiener Metropol

Hernalser Hauptstraße 55, 1170 Wien, www.wiener-metropol.at
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Herzlichen Dank für die zahlreichen Einsendungen. Wir gratulieren den Gewinner*innen!
Hinweis:
Alle Emails, die an diesem Gewinnspiel teilgenommen haben, werden bis 31.10.26 gelöscht.


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