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Kulinarisches Lexikon: Granatapfel – natürliches Powerelixier
Text und Fotos: Andrea Beckert

Wohlschmeckender Exote, natürliches Aphrodisiakum und gesundheitsfördernde Wirkung sind nur drei von vielen Charakteristiken, die auf diese einzigartige Frucht mit dem süß-säuerlichen Powersaft perfekt passen. Das fruchtige Aroma erfreut Kenner der feinen Küche und der dunkelrote Saft sowie die dekorativen Kerne vollenden zahlreiche Desserts, Cremen und Cocktails.
Wissenswertes:
Der Name kommt aus dem Lateinischen, „granae“, und bezieht sich auf die vie-
len Kerne oder Körner, die sich unter der leuchtend roten Schale befinden. Ur-
sprünglich stammte der Granatapfel, auch als Paradiesapfel bekannt, aus West- bis Mittelasien. Heute wird er vor allem in Spanien, Süditalien, Israel, Iran und Nordafrika angebaut.

Seit Jahrtausenden gilbt diese exotische Frucht als Symbol für Sinnlichkeit, Fruchtbarkeit, Unsterblichkeit, Reichtum und Macht (Reichsapfel). Der rote Saft ist auch als „Nektar der Liebenden“ bekannt. In der griechischen Mythologie spielte der Granatapfel eine bedeutende Rolle im Streit zwischen den Göttin-
nen Hera, Athene und Aphrodite, die auch vom Trojaner Paris als Schönste einen Granatapfel erhielt. Weiters wurde der Granatapfel auch im Alten Testa-
ment der Bibel und im Koran erwähnt.

Die Frucht war auch Namensgeber für dem scharlachroten Halbedelstein Granat sowie das Geschoß „Granate“, da sich beide in der Form glichen und das Ge-
schoß bei der Detonation genauso „zerplatzt“ wie eine reife Frucht, die bei-
spielsweise vom Baum fällt.
  Auch wenn eine der ältesten Obstsorten der Menschheit seine überaus große Bedeutung immer bewahren konnte, erlebt sie zurzeit ein neues Hoch als wich-
tiges Lebensmittel. Vor allem den verschiedenen hochwertigen Pflanzenstof-
fen im Saft werden laut wissenschaftlichen Studien (jedoch noch nicht endgül-
tig belegt) gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt.
Die gesundheitlichen Vorzüge des Granatapfels sollen in der Vorbeugung so-
wie Linderung von diversen Krankheiten liegen und können unterstützend zur Schulmedizin gute Ergebnisse erzielen.
Im Granatapfel befindet sich eine hohe Konzentration von bioaktiven Inhalts-
stoffen. Das vorwiegend enthaltene antioxidative Polyphenole soll freie Radi-
kale im Körper binden und neutralisieren und könnte so Krebs hemmend wirken und gleichzeitig das Immunsystem stärken. Aus diesen Gründen wird es bereits unterstützend in der Krebstherapie (Prostata-, Brust-, Darm-, Haut- und Lungen-
krebs) öfters eingesetzt.
Ein Mix aus verschiedenen Pflanzenstoffen hat vermutlich auch positive ge-
sundheitliche Effekte auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Magenerkrank-
ungen und bakterielle Infektionen. Weiters könnten die Inhaltsstoffe Bluthoch-
druck senken, Entzündungen und Gelenksbeschwerden lindern, und Phenol-
säuren sollen der Zellalterung entgegenwirken. Zudem wirken sekundäre Pflan-
zenstoffe ähnlich wie Östrogene und können Wechseljahrsbeschwerden lin-
dern sowie vorbeugen.
Abgerundet wird der gesundheitsfördernde und erfrischende Saft nicht nur durch viel Vitamin C, sondern er ist auch reich an Kalium, Kalzium und Eisen.
Um die gewünschten Erfolge zu erzielen, sollte man regelmäßig (täglich) frisch gepressten Saft oder qualitativ hochwertige Granatäpfel-Produkte (wie zum Bei-
spiel schonend hergestellte Konzentrate) zu sich nehmen und auf eine gesun-
de Ernährung und Lebensweise achten.

Tipps:
1) Unter der ungenießbaren, gelblich-braun bis roten Schale befinden sich zahlreiche Samen, die mit einem glasigen, besonders saftigen, tiefroten gefärb-
ten Fruchtfleisch umgebenen sind. Um an den kalorienarmen, erfrischenden Fruchtsaft zu kommen muss der Saft erst ausgepresst werden:
Die effizienteste Variante: Die etwa Apfel große Frucht halbieren, die Samen mit Löffel oder mit Fingern herauslösen und mit einem Pürierstab durch ein feines Sieb pressen und den Saft auffangen.
Alternativen: Die süß-säuerlich schmeckende Frucht wie eine Orange pressen; oder den Grantapfel solange auf der Tischoberfläche mit leichtem Druck rollen bis der Grantapfel ganz weich ist, dann mit einer Ga-
bel einstechen, vorsichtig auspressen und dabei den Saft auffangen.
2) Mit dekorativen Samen und dem aromatischen Saft lassen sich raffinierte Desserts, erfrischende alkoholfreie und alkoholische Cocktails veredeln.
3) Frische Granatäpfel lassen sich im Kühlschrank bzw. in der Obstlade für län-
gere Zeit gut lagern.
4) Reife Früchte erkennt man daran, wenn beim hineindrücken eine Kerbe in der harten, fast lederartigen Schale zurückbleibt.
5) Vorsicht Flecken: Der Saft des Granatsapfels hinterlässt auf der Kleidung leicht Flecken, die sich nur schwer entfernen lassen.
Granatapfel
Rezeptvorschlag: Grießflammeri mit Granatapfelgelee
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