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Liebe geht durch den Magen: Buchweizenlaibchen mit Krautsalat (Buchweizenfrikadellen mit Weißkohl-salat) – wunderbar aromatisch und nahrhaft!
Rezept und Fotos: Andrea Beckert
Diese schmackhaften Buchweizenlaibchen (Buchweizenfrikadellen) bereichern den Speiseplan und liefern nebenbei wertvolle Nährstoffe.
Auch Menschen mit Glutenunverträglichkeit müssen auf kulinarischen Genuss nicht verzichten – dieses Rezept zeigt, wie es gelingt. Vegetarier*innen und Veganer*innen können Käse und Speck einfach weglassen – die knusprigen Laibchen schmecken in jeder Variante. Der erfrischende Krautsalat ergänzt das Gericht ideal. Viel Freude beim Nachkochen und Genießen! |
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| Zutaten: |
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Zubereitung: |
Für 16 Stück Buchweizenlaibchen:
150 g grober Buchweizen (Buchweizengrütze)
450 ml Gemüsefond
1 Lorbeerblatt
1 mittelgroße Zwiebel
1 Knoblauchzehe
50 g Selchspeck (oder geräucherter Bauchspeck)
100 g Gouda
1 Ei
Salz, Pfeffer aus der Mühle
1 Prise Musaktnuss
5 EL Semmelbrösel (Paniermehl)
Öl zum Braten
Schnittlauch zum Garnieren |
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- Für die Buchweizenlaibchen den Buchweizen in einem Topf (ohne Fett) einige Minuten anrösten, bis ein nussiger Duft in die Nase steigt. Danach mit Gemüsefond aufgießen und das Lorbeerblatt hinzufügen. Alles zum Kochen bringen, dann bei niedriger Hitze ca. 30 – 40 Minuten quellen lassen. Vor der Weiterverarbeitung das Lorbeerblatt entfernen.
- In der Zwischenzeit den Speck fein würfelig schneiden und in einer Pfanne goldgelb auslassen. Das dabei austretende Schmalz bis zum Braten zur Seite stellen.
- Die Zwiebel fein schneiden und den Käse grob reiben.
- Alle Zutaten mit dem Ei in einer Schüssel verrühren, Buchweizen hinzufügen und zu einer kompak-ten Masse verarbeiten. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss herzhaft abschmecken.
Tipp: Ist die Masse zu weich, geben Sie etwas Semmelbrösel hinzu.
- Die Masse in 16 gleich große Portionen teilen. Mit angefeuchteten Händen Laibchen (Frikadellen) formen und diese anschließend rundherum in Semmelbrösel wälzen.
- In einer Pfanne Öl und Schmalz erhitzen. Die Buchweizenlaibchen beidseitig knusprig und goldgelb braten. Die Buchweizenlaibchen herausnehmen und kurz auf ein Küchenpapier legen, um über-schüssiges Fett zu entfernen.
- Schnittlauch fein schneiden, über die Buchweizenlaibchen streuen und zusammen mit dem Kraut-salat servieren.
Tipp: Die rohen Buchweizenlaibchen lassen sich sehr gut einfrieren. Dazu die Buchweizenlaibchen zwischen Klarsichtfolie legen, um ein Zusammenfrieren zu verhindern. So können sie portionsweise entnommen werden.
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Für den kalten Krautsalat:
ca. 300 g Weißkraut (entspricht je nach Größe ca. ¼ Krautkopf, z. B. Sorte: Spitzkraut, Braunschweiger Weißkraut) (Weißkohl)
1 EL Essig (z. B. Apfel- oder Kräuteressig)
3 EL Öl (z.B. Sonnenblumen-, Raps-, Leinsamen- oder Distelöl)
Salz, Pfeffer aus der Mühle
ca. 1/2 KL Kümmel (ganz)
Weiters:
Schüssel
Gemüsehobel |
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- Für den Krautsalat die äußeren, harten Blätter des Krautkopfs entfernen. Das Kraut unter fließen-dem Wasser waschen, trocken tupfen und anschließend vierteln.
Tipp: Den Strunk NICHT herausschneiden, da das Krautviertel beim Hobeln besser gehalten werden kann und nicht so leicht zerfällt.
- Kraut mit einem Küchenhobel fein hobeln. Wichtig: Dabei den Strunk nicht mithobeln.
Alternative: Kraut mit einem scharfen Messer in sehr feine Streifen schneiden.
- Kraut großzügig salzen und kräftig mit den Händen durchkneten, bis sich Gemüsesaft bildet. Kraut ca. 30 bis 60 Minuten ziehen lassen, je nachdem, ob das Kraut mürbe oder härter ist.
Tipp: Falls das Kraut im Winter besonders fest ist, empfiehlt es sich, das gehobelte Kraut einmal mit heißem Wasser zu überbrühen, dann wird es auch weicher.
- Das entstandene Salzwasser vor dem Servieren abgießen. Ist der Krautsalat zu salzig, kann das Kraut vorab kurz mit Wasser abgespült werden.
- Kümmel in einer Pfanne (ohne Fett) kurz rösten, dann im Mörser leicht zerstoßen. Dadurch entfaltet sich das intensive Aroma besser und es wird vermieden, später auf ganze Kümmelsamen zu beißen.
- Aus Essig und Öl eine einfache Marinade anrühren und über das Kraut gießen. Mit Kümmel und Pfef-fer abschmecken, gut vermengen und bis zum Servieren kaltstellen, damit
sich die Aromen ent-fallten können.
- Den kalten Krautsalat in einer Schüssel anrichten.
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Buchweizen – ein echtes Superfood!
Obwohl der Name Buchweizen auf Getreide hindeutet, handelt es sich dabei um ein Pseudogetreide. Die Samen des Echten Buchweizens sind glutenfrei.
Buchweizen enthält viele gesunde Nährstoffe, Kohlenhydrate und Ballaststoffe, ist reich an Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Zink, Vitamin E, Vitamin B1, B2, B6 und Folsäure.
Dieses Knöterichgewächs bringt Abwechslung in die Küche und ist eine wertvolle Ergänzung für eine ausge-wogene Ernährung. Die kleinen, dreikantigen Samen mit ihrem herb-nussigen Geschmack bereichern zahl-reiche Gerichte – sei es als Suppeneinlage, im Auflauf oder als Beilage. Aus den getrockneten Samen wird das Buchweizen-mehl hergestellt, welches unter anderem für Pudding, Suppen, Pasta, Palatschinken (Pfann-kuchen) und Brot gerne verwendet wird. Dabei ist zu beachten, dass diese glutenfreie Mehlalternative kei-nen elastischen Teig bildet, wie es bei herkömmlichem Mehl der Fall ist.
Buchweizen ist vielseitig einsetzbar und überzeugt durch seinen Geschmack. |
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